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USA : Pöbel-Moderator in der Feuer-Frei-Zone

Jahrelang zog US-Starmoderator Don Imus über Minderheiten her. Nun wurde er gefeuert - weil Werbekunden absprangen. Der Skandal zeigt die Scheinheiligkeit der Rassismus-Diskussion in den USA.

Washington - Alles begann mit einem üblen Witz über langbeinige, dunkelhäutige Basketballspielerinnen. US-Starmoderator Don Imus lästerte in seiner Morgenshow des TV-Senders MSNBC und im ABC-Radio über die Mannschaft vom Rutgers College als "nappy-headed ho's" ("kraushaarige Huren"). Daraufhin brach US-weit eine gigantische Welle der Empörung über den kauzigen 66-Jährigen herein. Titelseiten und Sondersendungen widmeten sich der "rassistischen und widerwärtigen Entgleisung" (NBC). Alle führenden US-Politiker bezogen Stellung, große US-Konzerne zogen TV-Werbeaufträge zurück.

Besonders verübelt wurde Imus, dass er vor einem Millionenpublikum schwarze Studentinnen bei ihrem größten sportlichen Triumph beleidigt hatte. Der Moderator "konnte bei seinem hässlichen Kommentar nicht ahnen, wie vielen Leuten er das Herz ausgerechnet in diesem Moment der Freude und des Feierns brach", schrieb Prof. Lionel Tiger von der Rutgers-Universität im "Wall Street Journal".

Alle Entschuldigungen und Beteuerungen des TV-Stars, er "sei ein guter Mann, der etwas Schlechtes getan hat", nutzten nichts. Nach acht Tagen wurde der für sein loses Mundwerk bekannte Moderator gefeuert. "Integrität und Reputation" von NBC müssten geschützt werden, sie seien "das wichtigste, was wir haben", sagte NBC-Chef Steve Capus nach langer Bedenkzeit, in der die Zahl der Firmen, die ihre Werbung zurückzogen, täglich gestiegen war.

Extensive Respektlosigkeit

Kaum jemand konnte sich der Sogwirkung des Falls entziehen. US- Präsident George W. Bush ließ erklären, er betrachte Imus' Äußerung als "unangemessen". Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton warb um Solidarität mit den Studentinnen. Ihr Konkurrent Barack Obama forderte ein Auftrittsverbot für Imus. Vor allem aber schwarze Bürgerrechtler wie Al Sharpton und Jesse Jackson wetterten gegen den populären Moderator und verlangten die Entlassung des nuschelnden, knorrigen Ex-Alkoholikers, zu dessen Markenzeichen seit 30 Jahren extensive Respektlosigkeit, ein Cowboyhut und ständiges Kaugummikauen gehören.

Trotz der Bestrafung des Übeltäters bleibt nach Ansicht vieler Kommentatoren ein schaler Nachgeschmack, denn der Skandal zeige auch die Scheinheiligkeit der Rassismus-Diskussion. In der Hip-Hop-Kultur der Rapper, aber auch in weiten Kreisen der schwarzen US-Jugend gehöre das Slang-Wort für Hure, "Ho", zur Alltagssprache, würden täglich dutzendfach Musikvideoclips mit höchst sexistischen, rassistischen und Gewalt verherrlichenden Texten von Musiksendern der großen Medienkonzerne gespielt, so Prof. Tiger. Und den lautesten Imus-Kritikern, Sharpton und Jackson, sind selbst schon mehrfach rassistische Äußerungen über Juden und Latinos vorgehalten worden.

Aufmerksamkeit um jeden Preis

Der Skandal demonstriert einmal mehr die fragwürdige Tendenz in den Medien, mit Provokation und Witz um jeden Preis um Aufmerksamkeit, Quoten und Auflage zu kämpfen. Seit Jahren erforschten die Sender genau, wie viel an persönlichen Erniedrigungen und Beleidigungen die Zuschauer goutieren, profilierten sich Comedy- Stars auf Kosten von Prominenten, schrieb der "Slate"-Kolumnst Timothy Noah. "Es gibt ein Publikum, das ist hungrig nach Ferkeleien und Beleidigungen", schrieb der Direktor der Koalition für Menschenrechte, Michael Meyers, in der "Washington Post".

Vor allem das Radio sei zu einer "Feuer-Frei-Zone geworden, ein Forum für geschmacklose und anstößige Sprache", schrieb die "Washington Times". Es sei "ein trauriges Zeichen, dass Politiker glauben, "hip" sein zu müssen, und zu Shows gehen wie die von Imus", meinte der republikanische Wahlkampfexperte Patrick Dorinson. Aber alle in Washington kennen auch die jüngsten Untersuchungen, nach denen vor allem junge Menschen in den USA Comedy-Sendungen als wichtigste Quelle für ihre politische Sichtweise nennen. (Von Laszlo Trankovits, dpa)

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