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USA : Schüsse aus dem Hinterhalt: Feuerwehrleute bei Einsatz ermordet

25.12.2012 22:24 Uhr
Das Feuer griff schnell auf weitere Häuser über.Bild vergrößern
Das Feuer griff schnell auf weitere Häuser über. - Foto: dpa

Tödliche Schüsse auf Rettungskräfte an Heiligabend: Im US-Staat New York sind Feuerwehrleute zu einem Brand gerufen und dann beschossen worden. Zwei Männer starben. Der Täter tötete sich selbst. In seinem Haus wurde eine weitere Leiche gefunden - und ein gruseliger Brief.

Zwei Feuerwehrmänner sind an Heiligabend in den USA bei einem Einsatz aus einem Hinterhalt von einem 62-Jährigen erschossen worden. Im Haus des Schützen wurden am Dienstag zudem Leichenteile entdeckt. Nach Polizeiangaben könnte es sich um die Überreste der Schwester des Schützen handeln. Nach Angaben der Behörden wurden die Brandbekämpfer am Montag in Webster (US-Staat New York) zu einem brennenden Haus und Auto gerufen. Die Männer hätten gerade ihr Fahrzeug verlassen und wollten mit dem Löschen beginnen, als die Schüsse fielen.

Mindestens vier Feuerwehrleute wurden getroffen, zwei von ihnen tödlich. Auch ein Polizist sei verletzt worden. Der vorbestrafte Täter erschoss sich in der Nähe des Tatorts.

Die Bluttat ereignete in einem idyllischen Vorort von Rochester am Ontario-See, mehr als 500 Kilometer von der Metropole New York City entfernt. Es deute alles darauf hin, dass die Einsatzkräfte absichtlich in eine Falle gelockt worden seien, sagte Polizeichef Gerald Pickering. Ein angeschossener Feuerwehrmann konnte nach einer Stunde mit seinem eigenen Wagen fliehen. Ein anderer wurde bewusstlos gefunden. Das Feuer habe sich auf benachbarte Häuser ausgebreitet und letztlich sieben Gebäude zerstört, berichtete die New York Times am Dienstag. Mehrere Menschen hätten vor den Flammen gerettet werden müssen.

Die Polizei sprach über den 62-Jährigen von einem offensichtlich geistig verwirrten Täter mit einem kriminellen Hintergrund. Der Mann habe 1981 seine 92 Jahre alte Großmutter erschlagen und dafür bis 1998 im Gefängnis gesessen. 2006 seien seine Bewährungsauflaugen ausgelaufen, so dass er nicht mehr unter Beobachtung der Behörden gestanden habe. Er habe in einem Haus mit seiner Mutter gelebt, die in diesem Jahr gestorben sei. Hinweise auf ein Motiv für seine Tat gebe es nicht.

Im Haus des Schützen fand die Polizei einen drei Seiten langen getippten Brief, bei dem es sich ersten Erkenntnissen nach um einen Abschiedsbrief handeln könnte. "Ich muss mich noch bereitmachen, um zu sehen, wie viel von der Nachbarschaft ich abbrennen kann und um das zu machen, was ich am besten kann: Menschen töten", heißt es darin. (dpa)

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