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USA : Sechs Tote bei Zugunglück bei Philadelphia

In der Nähe der US-Großstadt Philadelphia sind bei einem Zugunglück mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Der Zug auf dem Weg von Washington nach New York war aus bisher ungeklärter Ursache entgleist

Rettungskräfte versuchen Passagiere aus einem umgestürzten Waggon zu retten.
Rettungskräfte versuchen Passagiere aus einem umgestürzten Waggon zu retten.Foto: Reuters/NBC10

Bei einem Zugunglück in der Nähe der US-Großstadt Philadelphia sind nach Behördenangaben am Dienstagabend (Ortszeit) sechs Menschen ums Leben gekommen. Das teilte der Bürgermeister der Stadt, Michael Nutter, mit. Einsatzkräfte sagten, von den 50 Verletzten befänden sich sechs in einem lebensbedrohlichen Zustand.

Ein Patient starb in der Nacht zum Mittwoch an Brustverletzungen, wie ein Vertreter des Temple University Hospital mitteilte. Dem Sender CNN zufolge wurden außerdem mehr als 140 Menschen verletzt.

Wegen der Entgleisung eines Regionalzugs sei ein Großeinsatz eingeleitet worden, teilte die Feuerwehr mit. Zehn Waggons des Zuges seien umgestürzt. In der Dunkelheit suchten Dutzende Einsatzkräfte nach Überlebenden. Der Zug war auf dem Weg von Washington nach New York gewesen. Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar. In ersten Berichten hatte es geheißen, der Zug sei mit einem Güterzug kollidiert.

Wie aus den Medienberichten und Mitteilungen im Kurznachrichtendienst Twitter hervorging, wurde mindestens ein Waggon des Amtrak-Zuges durch das Unglück L-förmig verbogen. Ein Mitarbeiter des US-Fernsehsenders NBC, der in dem Zug gesessen hatte, sagte, es handele sich um Zug 188, der Washington laut Plan um 19.10 Uhr (Ortszeit, 01.10 Uhr MESZ) verlassen hatte.

Der frühere US-Abgeordnete Patrick Murphy schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter: "Ich bin ok. Helfe anderen. Bete für die Verletzten." Murphy berichtete, zum Zeitpunkt des Unglücks sei der Zug mit etwa 60 bis 70 Meilen in der Stunde (97 bis 113 Stundenkilometer) unterwegs gewesen. Einige Verletzte könnten sich nicht bewegen, viele hätten Blut im Gesicht und an den Händen.

Wie es in Medienberichten und Augenzeugenberichten auf Twitter weiter hieß, suchten Rettungskräfte im Dunkeln mit Taschenlampen nach Verletzten. Mit Leitern versuchten sie, zu den Überlebenden in den umgestürzten Waggons vorzudringen. Am Unglücksort standen zahlreiche Feuerwagen und Krankenwagen bereit. Nach Angaben des Senders CNN wurden Verletzte mit Schnittwunden und Knochenbrüchen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Nationale Behörde für Verkehrssicherheit erklärte, sie verschaffe sich derzeit Informationen über das Unglück. (AFP/dpa)

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