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USA und Kanada : Ikea ruft nach Tod von Kindern in Nordamerika Kommoden zurück

In Nordamerika sollen Kinder durch Ikea-Kommoden zu Tode gekommen sein. Der Möbelhersteller reagiert nun. In Europa geht der Verkauf weiter.

Ikea hat in Nordamerika Millionen von Kommoden zurückgerufen.
Ikea hat in Nordamerika Millionen von Kommoden zurückgerufen.Foto: dpa/EPA/Andrew Gombert

Nach dem Tod mehrerer Kleinkinder ruft Ikea in den USA und Kanada rund 36 Millionen Kommoden zurück. Das gab das Möbelunternehmen am Dienstag bekannt. Die US-Verbraucherschutzbehörde CPSC macht die Möbelstücke für den Tod von sechs Kleinkindern verantwortlich.

Im Februar sei ein 22 Monate alter Junge im US-Bundesstaat Minnesota ums Leben gekommen, weil eine Malm-Kommode auf ihn gefallen war, hieß es in einer Mitteilung der Behörde. 2014 gab es zwei Todesfälle in den Bundesstaaten Pennsylvania und Washington.

Demonstration der US-Behörde CPSC zu den Gefahren der Ikea-Kommode
Demonstration der US-Behörde CPSC zu den Gefahren der Ikea-KommodeFoto: AFP/Carlos Hamann

Die anderen drei Fälle liegen nach Angaben der Behörde länger zurück. So starb ein 20 Monate altes Mädchen schon im Jahr 1989.

Von dem Rückruf betroffen waren neben verschiedenen Ausführungen der Malm-Kommoden auch noch andere Regale mit Schubkästen. Nach Angaben der CPSC waren in den USA in den vergangenen Jahren rund 29 Millionen Stück von ihnen verkauft worden, in Kanada 6,6 Millionen.

Verkauf in Europa geht weiter

In Europa werden die Kommoden weiter verkauft. Der Rückruf gelte nur für Nordamerika, sagte eine Unternehmenssprecherin. Er gehe auf einen freiwilligen Sicherheitsstandard der Industrie in den USA zurück, der für freistehende Kleiderschränke gelte.

"Ikea hat den Standard für freistehende Schränke nicht angenommen, weil Ikea-Kommoden an der Wand befestigt werden sollen", sagte die Sprecherin weiter. In Europa erfüllten die Kommoden alle Sicherheitsbestimmungen.

"Ikea-Kommoden sind sicher, wenn sie nach Anleitung an der Wand befestigt werden", schrieb das Unternehmen in einer Mitteilung. (dpa)

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