Welt : Väterchen Frost im Winterschlaf

Elke Windisch

Moskau - Grüne Weihnachten und ein grünes Neues Jahr: Väterchen Frost schmiss sämtlich Termine. Und die Bären erwachten vor der Zeit: Ausdrücklich warnte ein Bericht des russischen Ministeriums für Katastrophenschutz zu möglichen Naturkatastrophen vor einer Begegnung mit dem unausgeschlafenen Meister Petz. Viele der 20 000 Bären im europäischen Teil Russlands und im Kaukasus verließen schon Mitte Januar statt Mitte März ihre Winterschlafquartiere. Zehn Grad plus – statt üblichen minus fünfzehn Grad – ließen Sträucher knospen, die Vögel zwitschern und erste Nester bauen.

Erst zum Wochenende besann sich Väterchen Frost auf seine Pflicht und holte in nur zwei Tagen auf, was er bisher versäumte: In weniger als 24 Stunden fielen in Moskau über 14 Zentimeter Schnee. Das entspricht der gesamten durchschnittlichen Niederschlagsmenge für Januar. Die Temperatur fiel auf minus 17 Grad. 6000 Räumfahrzeuge waren pausenlos im Einsatz, um das von Schnee und Sturm verursachte Chaos zu bändigen.

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