Verdacht : Altenpflegerin soll Patienten getötet haben

Wegen des Todes eines Patienten hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen eine Altenpflegerin erlassen. Ihr wird vorgeworfen das Beatmungsgerät abgestellt zu haben, weil sie sich von dem Alarmgeräusch gestört fühlte.

UlmEine Altenpflegerin steht im Verdacht, in einem Pflegeheim in Ulm einen 69-jährigen Patienten getötet zu haben. Wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte, wurde gegen die 47-Jährige Haftbefehl wegen Totschlags erlassen. Sie soll Anfang Januar während der Nachtwache eigenmächtig das Beatmungsgerät des Patienten abgeschaltet haben. Die Ermittler vermuten als Motiv, dass sich die Frau durch das andauernde Alarmgeräusch des Gerätes gestört fühlte.

Den Angaben zufolge war der handlungsunfähige 69-Jährige wegen einer Erkrankung nicht in der Lage, eigenständig zu atmen. Er sei kurze Zeit nach dem Abschalten des Beatmungsgerätes erstickt. Die gelernte Altenpflegerin wurde am Mittwoch festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Sie bestreitet den Vorwurf. (ut/ddp)

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