Welt : Verheerende Fluten in Indien

100 Menschen wurden getötet – sechs Millionen auf der Flucht

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NeuDelhi (dpa). Verheerende Fluten nach einem Wolkenbruch haben im nordindischen Bundesstaat Himachal Pradesh am Mittwoch möglicherweise mehr als 100 Menschen getötet. Unter den Toten seien viele Bauarbeiter sowie deren Ehefrauen und Kinder, berichtete die Nachrichtenagentur UNI unter Berufung auf die Polizei. Sie seien gestorben, als die Wassermassen ein Camp an der Baustelle eines Wasserkraftwerks mit sich rissen. Bislang seien 16 Leichen geborgen worden, darunter die von drei Frauen und drei Kindern. Schwere Monsunregenfälle haben ohnehin die Zahl der Unwettertoten und Obdachlosen in Indien dramatisch in die Höhe schnellen lassen. Bereits rund sechs Millionen Menschen sind auf der Flucht vor den reißenden Fluten. Die Zahl der Toten seit Beginn der schweren Unwetter Mitte Juni dürfte nach inoffiziellen Schätzungen inzwischen bei mehr als 300 liegen. Alleine in dem am schwersten von den Unwettern betroffenen Bundesstaat Assam verloren 4,8 Millionen Menschen ihr Zuhause – das ist fast jeder fünfte Bewohner Assams. Assams Regierungschef Tarun Gogoi sagte der dpa in Neu- Delhi am Mittwoch: „Es ist eine der schlimmsten Fluten seit 50 Jahren.“

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