Verkehr : Mehrere Tote bei Unfällen nach Blitzeis

Plötzliche Glätte hat in der Nacht und am frühen Morgen zu teils verheerenden Unfällen geführt. Besonders oft krachte es in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Mehrere Menschen starben.

Blitzeis
Bei Glätte kam dieser Sattelzug auf der Bundesstraße 199 in Nordfriesland von der Fahrbahn ab. -Foto: dpa

HamburgBlitzeis hat in der Nacht zum Montag in weiten Teilen Deutschlands ein Verkehrschaos ausgelöst. Auf spiegelglatten Straßen kam es zu zahlreichen Unfällen. Mehrere Menschen starben, viele wurden verletzt.

Besonders schlimm war die Glätte in Rheinland-Pfalz. Insgesamt kam es dort zu mehr als 100 Unfällen, bei denen zwei Menschen starben. Ein 22 Jahre alter Autofahrer verlor auf eisglatter Straße im Kreis Altenkirchen nach dem Überholen die Kontrolle über seinen Wagen und prallte gegen mehrere Bäume. Ein zehnjähriges Mädchen, das mit im Auto saß, wurde durch die Windschutzscheibe geschleudert und erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Eine 38-jährige Insassin starb noch an der Unfallstelle.

In Sachsen-Anhalt starb ein Mann, als er aus zunächst ungeklärter Ursache mit seinem Auto auf einen Lastwagen prallte. Sein Begleiter wurde schwer verletzt. Im baden-württembergischen Lörrach kam ein 64 Jahre alter Rollerfahrer von der vereisten Fahrbahn ab und starb.

Mutter mit drei Kindern schwer verletzt ins Krankenhaus

Auch in Hessen und Bayern krachte es in der Nacht und am frühen Morgen häufig auf den glatten Straßen. In Hessen wurden mindestens 17 Menschen verletzt. Im bayerischen Landkreis Eichstätt kam eine 33- jährige Mutter bei Blitzeis von der Straße ab. Der Wagen überschlug sich und prallte mit dem Dach gegen einen Baum. Die Frau und ihre drei Kinder wurden schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert.

Ins Rutschen kamen auch viele Autofahrer in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Im Kreis Kleve wurde ein 36 Jahre alter Mann schwer verletzt, als er mit seinem Auto gegen einen Baum prallte. In Hamburg und Schleswig-Holstein mussten die Einsatzkräfte zu rund 100 Glatteisunfällen ausrücken. Viele Fahrzeuge drehten sich oder kamen von der Straße ab. Meistens blieb es bei Blechschäden.

Mehrere Unfälle gab es auch auf den Autobahnen A 9 Berlin-Leipzig und dem westlichen Berliner Ring der A 10. Allein auf der A 9 zählte die Polizei in Potsdam im morgendlichen Berufsverkehr elf Unfälle. (ut/dpa)

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