Verkehr : Reisewelle sorgt für lange Staus

Die große Reisewelle zum Ferienanfang hat vor allem in Norddeutschland zu Verkehrsbehinderungen geführt. Zeitweise stauten sich die Fahrzeuge auf einer Länge von insgesamt rund 100 Kilometern.

Hamburg/München - Staus gab außer in Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern auch in Hessen. In Bayern floss der Verkehr in der Gegend um München nur zähflüssig. Grund war neben dem Ferienbeginn in Bayern der zum Wochenende anstehende "Bettenwechsel" in den Feriengebieten an Nord- und Ostsee sowie in den skandinavischen Ländern.

Auf der A 24 nahe dem Horner Kreisel im Hamburger Stadtgebiet setzte ein kräftiger Gewitterguss die Autobahn und angrenzende Straßen unter Wasser. Nach Polizeiangaben musste die Autobahn vorübergehend gesperrt werden. Es kam zu erheblichen Staus. Auf der A 1 von Bremen in Richtung Lübeck stockte der Verkehr zwischen dem Maschener Kreuz und dem Dreieck Hamburg Südwest wegen eines Unfalls nach Angaben der Verkehrsmelder auf 14 Kilometern. Zwischen Ahrensburg und Moorfleet standen die Fahrzeuge sogar auf einer Länge von 20 Kilometern.

Auch auf der am meisten befahrenen Autobahn 7 mussten sich Urlauber in Geduld üben. Von Hannover in Richtung Norden stockte es zwischen Thieshope und dem Maschener Kreuz auf zehn Kilometern und weiter vor dem Elbtunnel ab Hamburg-Moorburg nochmals auf drei Kilometern. Jeweils fünf Kilometer Stau gab es Richtung dänische Grenze ab Neumünster-Mitte und vor der Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal. In Hessen kam der Verkehr auf der A 7 zwischen Kassel und Hannover am Vormittag auf einer Länge von 50 Kilometern ins Stocken.

Geringer Rückreiseverkehr

In Niedersachsen war Geduld gefragt auf der A 1 Richtung Bremen bei Osnabrück durch neun Kilometer Stillstand und auf der A 31 zwischen Leer und Meppen, wo Autos beiderseits des Emstunnels auf je fünf Kilometern standen. In Mecklenburg-Vorpommern ging auf der A 19 von Berlin in Richtung Rostock zwischen Güstrow und Kavelstorf zeitweise auf zehn Kilometern nichts mehr. Auch vor und auf den Inseln gab es lange Autoschlangen. Auf der Bundesstraße 96 von Sassnitz zum Anschluss zur A 20 in Stralsund hatten sich zwischen Samtens und dem Rügendamm in beiden Richtungen sieben Kilometer lange Staus gebildet. Vor der Insel Usedom gab es auf der B 110 von Demmin in Richtung Ahlbeck auf zehn Kilometern kein Weiterkommen.

In Bayern mussten Autofahrer vor allem auf der A 8 München-Salzburg Geduld haben. Auch auf der A 3 Nürnberg-Würzburg, der A 99 Umfahrung München und der A 95 München-Garmisch-Partenkirchen herrschte dichter Verkehr. Vor dem Tauerntunnel bildete sich ein Rückstau von etwa 20 Kilometern Länge. Hier wurden die Autos nur blockweise abgefertigt. Der Rückreiseverkehr war Polizeiangaben zufolge geringer als erwartet. Nur auf der Autobahn 8 Salzburg-München kam der Verkehr ab dem Inntal Richtung Landeshauptstadt zeitweise zum Erliegen. (tso/ddp)

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