Verkehr : Stau von Deutschland bis Australien

Die Blechlawinen auf deutschen Autobahnen haben in diesem Sommer zugenommen. Der ADAC zählte an den zwölf Ferienwochenenden von Ende Juni bis Mitte September 967 Staus mit einer Länge von zehn Kilometern und mehr.

München - Das sei ein Viertel mehr als im Vorjahreszeitraum, ergab die am Freitag in München veröffentlichte ADAC-Staubilanz der Sommersaison 2006. Im vergangen Jahr habe es im gleichen Zeitraum nur 751 Staus gegeben. Insgesamt summierten sich laut ADAC die Schlangen auf den Autobahnen zu einer Länge von 13.852 Kilometern - das entspreche in etwa der Strecke von Deutschland nach Australien. Im Vorjahr wurden 12.091 Kilometer gezählt.

Von den 967 Staus, die Polizei und ADAC-Staumelder auf den Straßen meldeten, hatten 807 eine Länge zwischen 10 und 19 Kilometern. 155 Staus waren zwischen 20 und 49 Kilometern lang. Fünf Mal gab es einen "Riesenstau" von 50 Kilometern und mehr (Vorjahr elf).

Mehr als zwei Drittel aller Blechlawinen mit mindestens zehn Kilometern Länge wurden nach Angaben des ADAC auf den fünf klassischen Ferienrouten gezählt: A 1 Lübeck-Hamburg-Bremen-Köln (149), A 8 Karlsruhe-Stuttgart-München-Salzburg (144), A 3 Oberhausen-Frankfurt-Nürnberg-Passau (134), A 9 Berlin-Nürnberg-München (101) und A 7 Flensburg-Hamburg-Hannover-Würzburg-Kempten (87).

Als Höhepunkt der Reisesaison 2006 nannte der Automobilclub das zweite August-Wochenende mit 102 Staus von zehn Kilometern und mehr. Staureichster Tag war Freitag, der 11. August mit 59 Autoschlangen. (tso/ddp)

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