Verkehr : Straßburgs Bürgermeisterin legt gutes Wort für Radfahrer ein

Die Straßburger Bürgermeisterin Fabienne Keller hat bei der französischen Regierung ein gutes Wort für Radfahrer eingelegt. Die Bußgelder für Radler sollen im Vergleich zu Strafen für Autofahrer deutlich sinken.

Straßburg - Die gegenwärtige Regelung, die Radfahrer im Bußgeldkatalog weitgehend mit Autofahrern gleichstellt, sei "unverständlich" und rufe bei den Betroffenen "ein Gefühl starker Ungerechtigkeit" hervor, schrieb die konservative Bürgermeisterin in Briefen an den französischen Innenminister Nicolas Sakozy und dessen Kollegen vom Verkehrsressort, Dominique Perben.

Repression sei zwar notwendig, sie müsse aber verhältnismäßig bleiben, heißt es in den Briefen, die auch von Präsidenten des Straßburger Gemeindeverbunds CUS, Robert Grossmann, unterzeichnet wurden. Keller und Grossmann fordern, die Bußgelder für Radler deutlich zu senken. Heute muss ein Radfahrer in Frankreich, der beispielsweise eine rote Ampel überfährt, mit einem Bußgeld von bis zu 135 Euro rechnen - genau wie ein Autofahrer.

Straßburg gehört zu den radlerfreundlichsten französischen Städten. In den vergangenen Jahren wurde das Radwege-Netz deutlich ausgebaut. An mehreren Stellen in der Innenstadt können Einheimische und Touristen preisgünstig städtische Fahrräder mieten. Während der monatlichen Plenarsitzungen des Europaparlaments gibt es auch einen städtischen Radverleih vor dem Gebäude der EU-Volksvertretung. (tso/ddp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar