Verkehrs-Unfall : Radler getötet: Autofahrer fordert Schadenersatz

Dieser Fall sorgt in Spanien für blankes Entsetzen: Ein Autofahrer, der einen 17 Jahre alten Radfahrer zu Tode fuhr, fordert von den Eltern Geld für den Schaden an seinem Wagen.

MadridMit einer Schadenersatzklage gegen die Familie eines Unfalltoten hat ein Autofahrer in Spanien für Empörung gesorgt. Der Mann hatte auf einer Landstraße einen 17 Jahre alten Radfahrer überrollt und tödlich verletzt. Nun fordert er von dessen Eltern 14.000 Euro für die Schäden, die bei dem Zusammenprall durch den Körper des Jungen an seinem Auto entstanden. Weitere 6000 Euro verlangt er für den damals gemieteten Ersatzwagen, wie die Zeitung "El País" berichtet.

"Ich bin auch bloß ein Opfer. Das mit dem Jungen lässt sich nicht mehr ändern, was mir geschehen ist aber schon", sagte der Autofahrer. Eigentlich brauche er das Geld nicht, denn als Unternehmer verdiene er gut, räumte er ein. "Aber ich sehe nicht ein, warum ich auf das Geld verzichten sollte." Der Prozess ist für nächste Woche angesetzt.

Der Unfall hatte sich im August 2004 auf einer Landstraße im Norden des Landes ereignet. Der 17-Jährige war ohne reflektierende Weste und ohne Helm unterwegs. Der Autofahrer sei seinerseits zu schnell gefahren. Deshalb habe dessen Versicherung den Eltern damals ein Schmerzensgeld von 33.000 Euro gezahlt. (mbo/dpa)

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