Verkehrsunfall : Streit zwischen Fahrern löste Busunglück in Israel aus

Es war das schwerste Busunglück in der Geschichte Israels: Ein Bus stürzte in einen tiefen Abgrund und riss 24 russische Touristen in den Tod. Der Unfall sei "durch den Fehler eines einzelnen Mannes verursacht“ worden.

Busunglück in Israel Foto: dpa
Bei einem Überholmanöver wurde der Bus aus der Kurve geschleudert. -Foto: dpa

Jerusalem/MoskauDie Ursache für das schwere Busunglück mit 24 Toten in Israel ist laut dem israelischen Verkehrsminister Schaul Mofas ein Streit zwischen zwei Fahrern gewesen. Der Fahrer des Unglücksbusses sei an einer Straßenkontrolle in einen Streit mit einem Kollegen geraten, der einen anderen Bus mit russischen Touristen steuerte, sagte Mofas.

Bei der Weiterfahrt in Richtung des Badeortes Eilat hätten sich die beiden Fahrer dann immer wieder gegenseitig überholt, bis es in einer Kurve zum Unfall kam. Der Minister sprach von einem "kriminellen Verhalten" des Fahrers. Dieser hatte bei dem Unfall Verletzungen erlitten und wurde im Krankenhaus von der Polizei verhört.

Der Fehler eines einzelnen Mannes schmerzt ein ganzes Volk

Der israelische Präsident Schimon Peres sprach seinem russischen Kollegen Dmitri Medwedew in der Nacht zum Mittwoch in einem Telefonat sein Beileid aus. Der Unfall sei "durch den Fehler eines einzelnen Mannes verursacht“ worden, bedeute aber eine Tragödie für ein ganzes Volk", sagte Peres. Am Mittwochvormittag wurden dem Militärradio zufolge zwei von der russischen Regierung gecharterte Flugzeuge in Israel erwartet. Sie sollen Angehörige der Toten sowie Ärzte mitbringen. Zwei israelische Flugzeuge sollten die Leichen nach Russland überführen.

Der mit russischen Reiseverkehrskaufleuten besetzte Bus war am Dienstag in der Negev-Wüste in eine Schlucht gestürzt. 24 Menschen kamen ums Leben, 33 wurden zum Teil schwer verletzt. 27 Verletzte befanden sich nach Krankenhausangaben am Mittwoch noch im Krankenhaus, davon waren neun in einem ernsten Zustand. Israelischen Medienberichten zufolge hatte der Fahrer bereits mehr als 20 Verstöße gegen die Verkehrsregeln auf dem Register. (sgo/AFP)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben