Vermisster Junge : Nach TV-Appell der Eltern - Neue Suche nach Mirco

Seit drei Wochen ist Mirco aus Grefrath verschwunden. Nun haben sich sich die Eltern an die Öffentlichkeit gewendet. Die Polizei will ein Gelände durchkämmen, das bislang noch nicht durchsucht wurde.

Mircos Eltern haben sich and die Öffentlichkeit gewendet.
Mircos Eltern haben sich and die Öffentlichkeit gewendet.Foto: dpa

In einem tief bewegenden Appell fleht die Mutter im Fernsehen: „Gib uns bitte unser Kind zurück oder sage, wo wir Mirco finden können“. „Ich weiß, dass Mirco etwas Schlimmes zugestoßen ist, das fühlt eine Mutter“, sagte sie schluchzend. Ich mache mir Gedanken, ob er friert, hungrig ist, Schmerzen hat, nach mir ruft. Wir und seine Geschwister würden ihn gerne in unsere Arme nehmen, sagen, dass wir ihn lieb haben und alles wider gut wird. Falls das Schlimmste eingetroffen ist, müssen wir Abschied nehmen und irgendwie weiter leben. Gib uns bitte unser Kind zurück oder sage, wo wir Mirco finden können.“

Gut drei Wochen nach dem Verschwinden von Mirco aus dem nordrhein-westfälischen Grefrath will die Polizei erneut mit über 300 Beamten nach dem Jungen suchen. Bei den Ermittlern sei ein "guter Hinweis" eingegangen, dem der Suchtrupp nun nachgehen wolle, sagte Polizeisprecher Willy Theveßen am Sonntag. Gesucht werde in einem Gebiet nördlich von Grefrath, das zuvor noch nicht durchkämmt
worden sei. Nähere Angaben wollte der Sprecher nicht machen.

Mirco war am 3. September zuletzt an einer Bushaltestelle in der Nähe einer Skater-Anlage in Grefrath gesehen worden. Von dort aus wollte er mit dem Fahrrad nach Hause fahren, kam aber nicht an. Die
Polizei hatte daraufhin zwei Wochen lang täglich mit bis zu 1.000 Beamten Felder, Wälder und Wiesen in der Umgebung von Grefrath durchkämmt sowie Wohnungen und Fahrzeuge durchsucht. Auf einem Parkplatz in der Region waren wenige Tage nach dem Verschwinden des Jungen Kleidungsstücke von ihm gefunden worden. Die Polizei befürchtet, dass das Kind einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Sie geht davon aus, dass der Täter aus der Region stammt. (dapd)

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