Verschollener Abenteurer : Suchmaschine soll Fossett auftreiben

Die Satellitenbilder des Internetriesen Google sollen bei der Suche nach dem verschollenen Abenteurer Steve Fossett helfen. Branson bat die Suchmaschinenbetreiber um eine genaue Auswertung ihrer Daten. Nach anfänglicher Zuversicht wächst bei ihm die Sorge um den Freund.

Fossett Branson
Richard Branson (r.) setzt bei der Suche nach seinem Freund Steve Fossett (l.) alle Hebel in Bewegung. -Foto: dpa

Los AngelesWachsende Sorge um den in der Wüste von Nevada vermissten US-Abenteurer Steve Fossett: Trotz eines Großeinsatzes von Hubschraubern und mit modernster Technik ausgestatteten Flugzeugen ist es auch am Mittwoch nicht gelungen, den seit Montag mit seinem Flugzeug verschollenen 63-Jährigen aufzuspüren. Die Suche wird heute fortgesetzt. Sein Freund und Mitabenteurer, der britische Milliardär Richard Branson, fürchtete, Fossett könnte schwerverletzt sein. Er bat die Suchmaschine Google um detaillierte Auswertung ihrer Satellitenaufnahmen von dem unwegsamen Gebiet.

Eine ganze Schwadron Flugzeuge und Hubschrauber hatte am Mittwoch ein insgesamt 155.000 Hektar großes Gebiet abgesucht. Doch trotz des Einsatzes einer hochmodernen Kamera, die auch kleinste Objekte auf dem Boden erfasst, fehlte weiterhin jede Spur von dem Abenteurer. "Einmal dachten wir schon, wir hätten ihn - doch dann sahen wir, dass es sich nur um eine der zahlreichen Absturzstellen aus dem vergangenen Jahr handelte", berichtete eine Vertreterin des zivilen Luftschutzes.

Schwer verletzt in den Bergen?

Der durch seine zahlreichen Rekorde berühmt gewordene Flieger und Weltenbummler war am Montag von einem auf drei Stunden angesetzten Flug mit einer einmotorigen Maschine über den US-Wüstenstaat nicht zurückgekehrt. Seine Flugpläne gab er vor dem Start nicht bekannt, doch war seine Maschine für Notfälle mit einem Ortungsgerät ausgerüstet. Es wurde nicht ausgelöst.

Besorgt äußerte sich deshalb auch sein Freund Branson. Fossett sei der "beste Flieger und größte Segelflieger der Welt", er könne überall landen, wenn es das Gelände zulasse, sagte der Unternehmer kanadischen Medien. Da das Ortungssignal jedoch nicht ausgelöst worden sei, fürchte er, Fossett könne schwer verletzt und hilflos in den Bergen liegen. (mit AFP)