Verschollener Flug MH 370 : Premierminister: MH370 stürzte im Indischen Ozean ab

Die malaysische Passagiermaschine ist nach Angaben von Premierminister Najib Razak im südlichen Indischen Ozean abgestürzt. Das sagte Razak am Montag in Kuala Lumpur.

Auch dieser 3-jährige Junge wartet in einem Hotel in Beijing auf Neuigkeiten zum verschollenen Flug MH 370. Inzwischen sind 26 Staaten an der Suche beteiligt.
Auch dieser 3-jährige Junge wartet in einem Hotel in Beijing auf Neuigkeiten zum verschollenen Flug MH 370.Foto: REU

Die malaysische Passagiermaschine ist nach Angaben von Premierminister Najib Razak im südlichen Indischen Ozean abgestürzt. Das sagte Razak am Montag bei einer Pressekonferenz in Kuala Lumpur. Auch die Fluggesellschaft Malaysia Airlines hat die Angehörigen der Passagiere und Crewmitglieder darüber informiert, dass die Maschine abgestürzt sei und es keine Überlebenden gibt.

Das letzte Signal von MH370

Das letzte Signal sei von einer Region westlich von Perth in Australien aufgefangen worden, weitab von jeder Landemöglichkeit, sagte Malaysias Regierungschef Najib Razak um 22.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr MEZ) vor der Presse in Kuala Lumpur. „Mit Bedauern und Betroffenheit muss ich sagen (...), dass Flug MH370 über dem südlichen Indischen Ozean geendet hat“, sagte Najib. Die neue Analyse stamme von der Satellitenfirma Inmarsat, die die letzten elektronischen Signale der Boeing mit 239 Menschen an Bord aufgefangen hatte.

Weitere verdächtige Objekte

Australien hat bei der Suche nach dem vermissten Flug MH370 zwei weitere verdächtige Objekte im Ozean gesichtet. Premierminister Tony Abbott sagte, zu der Stelle im südlichen Indischen Ozean werde ein Schiff geschickt, um die im Meer treibenden Teile zu bergen. Malaysias Verkehrsminister Hishammuddin Hussein sagte am Montag in Kuala Lumpur, das eine Objekt sei kreisförmig, das andere rechteckig. Die australische Regierung habe Malaysia „wenige Minuten zuvor“ über die Entdeckung informiert.
Zuvor hatte bereits ein chinesisches Militärflugzeug am Montag „verdächtige Objekte“ gemeldet, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Die Besatzung habe „zwei relativ große schwimmende Objekte und viele kleinere weiße innerhalb eines Radius' von mehreren Kilometern“ gesehen.

Wie der Xinhua-Reporter aus dem Flugzeug berichtete, seien „zwei vergleichsweise große, schwimmende Teile“ sowie „viele kleinere, weiße Teile“ verteilt in einem Radius von einigen Kilometern gesehen worden. Die genauen Koordinaten seien an das australische Kommandozentrum und den chinesischen Eisbrecher Xuelong berichtet worden. Das Schiff habe seinen Kurs geändert und sei auf dem Weg in das Seegebiet, wo die Teile gesehen worden seien.

Zehn Flugzeuge suchen nach dem Wrack

Die beiden chinesischen Suchflugzeuge vom Typ Iljuschin Il-76 hätten sich wieder auf den Rückweg nach Australien machen müssen, da der Treibstoff nicht länger ausreicht. Die australische Seite sei gebeten worden, weitere Flugzeuge in das Gebiet zu schicken, schrieb Xinhua.

Nach Hinweisen aus Frankreich kündigte Australien eine Ausdehnung des Suchgebiets an. Die Beobachtungen führen in eine Gegend 850 Kilometer nördlich des seit Donnerstag von Schiffen und Flugzeugen abgesuchten Gebietes im südlichen Indischen Ozean.

Am Montagmorgen starteten von der australischen Westküste aus so viele Suchflugzeuge wie noch nie auf die Suche nach dem verschollenen Flugzeug. Unter den zehn Maschinen sind ein amerikanisches, zwei chinesische und zwei japanische Aufklärungsflugzeuge, wie die australische Seesicherheitsbehörde (Amsa) berichtete.

Die Boeing 777 der Malaysia Airlines war am 8. März mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking von den Radarschirmen verschwunden. Später stellte sich heraus, dass Flug MH370 noch stundenlang mit geänderter Route weitergeflogen sein muss, während die Kommunikationssysteme im Cockpit offenbar von Hand abgeschaltet wurden.

Generatorausfall: Air-Malaysia-Airbus muss außerplanmäßig landen

Unterdessen musste am Montag ein Airbus der Fluggesellschaft Malaysia Airlines mit 271 Menschen an Bord wegen eines technischen Defekts außerplanmäßig landen. Der Großraumjet vom Typ A330 sei auf dem Weg von der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur nach Seoul gewesen und in Hongkong gelandet, weil ein Generator ausgefallen sei, teilte die Fluggesellschaft mit. Die Passagiere hätten ihre Reise mit anderen Unternehmen fortgesetzt. (AFP/rtr)

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