• Verwirrung um Raumsonde „Voyager 1": NASA dementiert Berichte über Verlassen von Sonnensystem

Verwirrung um Raumsonde „Voyager 1" : NASA dementiert Berichte über Verlassen von Sonnensystem

Medien berichteten, die Raumsonde "Voyager 1" habe unser Sonnensystem verlassen. Die US-Raumfahrtagentur Nasa dementierte dies als "voreilig und inkorrekt".

Weil der Antrieb noch immer funktioniert, könnte die Reise der „Voyager 1“ voraussichtlich noch bis zum Jahr 2025 weitergehen.
Weil der Antrieb noch immer funktioniert, könnte die Reise der „Voyager 1“ voraussichtlich noch bis zum Jahr 2025 weitergehen.Foto: Reuters

Verwirrung um die seit 1977 durch das Weltall reisende Raumsonde „Voyager 1": Die US-Raumfahrtagentur Nasa dementierte am Mittwoch Berichte, wonach die Sonde unser Sonnensystem verlassen haben soll. Ein entsprechender vom Wissenschaftlerverband American Geophysical Union (AGU) verbreiteter Artikel sei „voreilig“. Forscher und Weltraumexperten warten sehnsüchtig darauf, dass „Voyager 1“ als erstes von Menschen gemachtes Gerät in den interstellaren Raum vordringt.
In einer auf der Webseite der AGU veröffentlichten Untersuchung hieß es, dass die Sonde die Grenzen unseres Sonnensystems offenbar hinter sich gelassen habe. „Wir sind in einer neuen Region. Und alles, was wir messen, ist anders und aufregend“, schrieb Forscher Bill Webber. Nasa-Sprecher Dwayne Brown sagte allerdings der Nachrichtenagentur AFP, die Berichte über das Verlassen des Sonnensystems seien „voreilig und inkorrekt“.
"Voyager 1“, die trotz ihres Namens kurz nach ihrer ebenfalls noch aktiven Zwillingssonde „Voyager 2“ gestartet war, legt mehr als 4,8 Milliarden Kilometer pro Jahr zurück. Die Raumsonde sollte ursprünglich die Planeten Jupiter und Saturn fotografieren. Dank einer günstigen Planetenkonstellation passierte die Sonde bis 1989 aber auch die weiter entfernten Planeten Uranus und Neptun. Von allen vier Planeten lieferte sie beeindruckende Bilder. Weil der Antrieb noch immer funktioniert, könnte die Reise der „Voyager 1“ voraussichtlich noch bis zum Jahr 2025 weitergehen. (AFP)

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