• Verwirrung um Schicksal eines Deutschen Reiseleiter konnte sich in ein Dorf retten

Welt : Verwirrung um Schicksal eines Deutschen Reiseleiter konnte sich in ein Dorf retten

Benedikt Vogt

Peking - Ein deutscher Tourist, der fünf Tage nach dem schweren Erdbeben im Südwesten Chinas von Soldaten gefunden wurde, hat die Katastrophe unbeschadet überstanden. Chinas staatliche Medien korrigierten am Samstagnachmittag eine Meldung vom Vormittag, derzufolge der 62-jährige Bogdan Brakus 114 Stunden nach der Katastrophe aus Schutt und Trümmern geborgen worden war.

Vielmehr habe der 62-jährige Reiseleiter unverletzt in einem entlegenen Dorf im Bezirk Wenchuan ausgeharrt, bis Soldaten der chinesischen Armee ihn, seinen Fahrer und seinen Übersetzer in Sicherheit gebracht hätten, meldete Xinhua. „Mir geht es gut, mir fehlt nichts“, sagte Brakus gegenüber Xinhua.

Dem Bericht zufolge war der professionelle Bergführer mit einem Übersetzer und einem Fahrer auf einer Straße im Bezirk Wenchuan unterwegs, als das Erdbeben begann. Das Trio habe sich bis in ein Dorf durchgeschlagen, wo sie fünf Tage lang mit Wasser und Nahrung versorgt worden seien. Von dort wurden sie schließlich am Samstag von Soldaten gerettet, wie Xinhua berichtete. Sobald ein passendes Fahrzeug gefunden sei, werde er in die Provinzhauptstadt Chengdu gebracht, sagte ein Militärangehöriger.

Zuvor hatte die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua gemeldet, am Samstagmorgen um 8 Uhr 10 sei der Deutsche von 20 Soldaten aus den Trümmern eines Hauses in Taoguan im Bezirk Wenchuan gerettet worden – 114 Stunden nach dem Beben. Er sei in ein medizinisches Zentrum in Wenchuan eingeliefert worden, über seinen Gesundheitszustand sei nichts bekannt. Das Auswärtige Amt jedoch konnte diese Meldung von Anfang an nicht bestätigen. Erst am Nachmittag klärte sich der Sachverhalt, als Xinhua die Meldung offiziell zurückzog.

Nach Angaben einer Sprecherin des Auswärtigen Amtes gibt es einige wenige Deutsche, die nach dem Beben als vermisst gemeldet worden sind. Derweil stockte Berlin die humanitäre Hilfe für die Erdbebenopfer auf 1,5 Millionen Euro auf. (mit AFP) Benedikt Vogt

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