Video : Agent Orange: USA packen erstmals mit an

Erstmals seit Ende des Vietnam-Krieges 1975 beteiligen sich die USA an der Beseitigung der verheerenden Umweltschäden, die durch das von ihnen während des Krieges eingesetzte Entlaubungsmittel Agent Orange entstanden sind.

Die USA beteiligen sich erstmals seit Ende des Vietnam-Krieges vor 37 Jahren an der Beseitigung von Umweltschäden durch das von ihnen eingesetzte Entlaubungsmittel "Agent Orange". Am Flughafen Danang in einer Tourismusregion am Südchinesischen Meer begannen am Donnerstag umfangreiche Arbeiten, um das Erdreich zu dekontaminieren. Damit würden die ersten Schritte zur Beseitigung gemeinsamer Altlasten unternommen, erklärte der US-Botschafter David Shear: "Das Dioxin in der Erde hier ist eine Hinterlassenschaft der schmerzvollen Vergangenheit, die wir teilen. Dieses Projekt, das wir heute hier Hand in Hand mit Vietnam in Angriff nehmen, ist, wie Außenministerin Clinton schon sagte, ein Zeichen unserer hoffnungsvollen Zukunft, die wir nun gemeinsam aufbauen werden."

Während des Krieges bis 1975 lagerten die US-Streitkräfte in Danang "Agent Orange"-Vorräte. Über die Urwälder des Landes sprühten Flugzeuge rund 45,5 Millionen Liter des hochgiftigen Mittels ab. Die Militärs wollten damit Nachschubwege der kommunistischen Vietcong unter dem dichten Blätterdach des Dschungels aufdecken und ihnen die Deckung nehmen. Die Fässer mit dem Entlaubungsmittel waren mit einem orangenen Streifen markiert, davon stammt die Bezeichnung "Agent Orange". Bis heute werden Häufungen von Krebserkrankungen und Missbildungen bei Neugeborenen in Vietnam auf den Einsatz von "Agent Orange" zurückgeführt.

(rtr)

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