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Video : Feuerinferno: 4.000 Menschen evakuiert

Wegen der verheerenden Waldbrände mussten auf den Kanaren-Inseln Teneriffa und La Gomera 4.000 Bewohner evakuiert werden. Auch auf dem spanischen Festland kämpfen die Feuerwehren weiterhin mit starken Bränden.

Feuerinferno: 4.000 Menschen evakuiert
Feuerinferno: 4.000 Menschen evakuiert

Auf den Kanaren wüten weiterhin verheerende Waldbrände. Am stärksten betroffen waren die Inseln Teneriffa und La Gomera, auf denen seit Freitag annähernd 700 Hektar Wald in Flammen aufgingen. Über 4000 Bewohner mussten evakuiert werden. Aus dem Valle Gran Rey auf La Gomera wurden tausende Menschen auf dem Wasserweg in die Hauptstadt San Sebastian gebracht, darunter auch viele Urlauber. Viele Strassen der Insel waren zuvor gesperrt worden. Bei Temperaturen über 40° Celsius und heftigen Winden hatten sich in bereits gelöschten Waldgebieten neue Brandherde gebildet. Auch auf dem Spanischen Festland hatten Behörden nach wie vor mit starken Bränden zu kämpfen. Zwei Feuerwehrmänner kamen dabei ums Leben, mehrere wurden verletzt.

Spanien hat derzeit mit den schlimmsten Bränden seit 2002 zu kämpfen. Rund 50000 Hektar Wald gingen seit Beginn des Jahres in Flammen auf. Verheerende Waldbrände haben auf den Kanarischen Inseln tausende Menschen in die Flucht geschlagen. Auch in der Nacht zum Montag wüteten die Waldbrände auf der Kanaren-Insel La Gomera. Hier haben die Brände besonders viel Land vernichtet. Betroffen war auch der Garajonay Nationalpark, der als ökologisches Juwel gilt und zum Weltnaturerbe der Unesco gehört und der für seine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt berühmt ist. Mehrere hundert Hektar des Parks wurden bereits von den Flammen zerstört. Die Brände auf La Gomera waren eigentlich schon unter Kontrolle, am Freitag entzündeten sich aber wieder neue. Tausende Einheimische und Touristen mussten vor den Flammen fliehen - mehrere Dörfer und Siedlungen wurden evakuiert.

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Rund 5000 Menschen mussten nach Angaben der spanischen Behörden ihre Wohnungen verlassen. Seit Anfang August sollen schon mehr als 3000 Hektar Land auf den kanarischen Inseln verbrannt worden sein. Die Einwohner von La Gomera haben Angst, dass die Brände nicht kontrolliert werden können. "Das Feuer hat schon fast mein Haus erreicht" "Die Hälfte der Insel ist verbrannt, ich weiß nicht, wie das enden soll" Kritik wurde laut am Krisenmanagement der spanischen Behörden - so habe es viel zu lange gedauert bis Löschflugzeuge die Brandherde erreicht hätten. Hohe Temperaturen und Wind erschwerten zusätzlich die Löscharbeiten.

Auch auf dem spanischen Festland vernichteten Brände seit Anfang August knapp 2000 Hektar Wald, die Behörden zeigten sich hier aber optimistisch, die Flammen bald löschen zu können. Spanien leidet derzeit unter einer extremen Trockenheit. In dem Land gab es in diesem Jahr so viele Brände wie seit zehn Jahren nicht mehr. (dpa / rtr)

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