Video : Rechtsextreme wollen Madonna anzeigen

16.07.2012 00:00 Uhrvon und
  • Da geht's lang: Bei ihrem Auftritt in der O2-World lässt die erfolgreichste Pop-Sängerin der Welt die Puppen tanzen. Foto: dapd
    Da geht's lang: Bei ihrem Auftritt in der O2-World lässt die erfolgreichste Pop-Sängerin der Welt die Puppen tanzen. - Foto: dapd
  • Madonna ist mit einem Stab von 200 Mitarbeitern nach Berlin gereist und zeigt auf der Bühne, dass sie es immer noch drauf hat. Foto: dpa
    Madonna ist mit einem Stab von 200 Mitarbeitern nach Berlin gereist und zeigt auf der Bühne, dass sie es immer noch drauf hat. - Foto: dpa
  • Die Pop-Queen ruft zum Appell - und über zehntausend Fans folgten ihr in die Arena am Ostbahnhof. Foto: dapd
    Die Pop-Queen ruft zum Appell - und über zehntausend Fans folgten ihr in die Arena am Ostbahnhof. - Foto: dapd

Madonna droht nach ihrem letzten Konzert in Frankreichs Hauptstadt juristischer Ärger. Bei dem Auftritt hatte sie ein Video der Parteichefin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, gezeigt – mit Hakenkreuz im Gesicht.

Madonna droht nach ihrem letzten Konzert in Frankreich ein juristisches Nachspiel. Die rechtsextreme Front National (FN) kündigte am Sonntag an, gegen die 53-Jährige in der nächsten Woche Anzeige wegen Beleidigung erstatten zu wollen. BDie Sängerin hatte bei ihrem Konzert am französischen Nationalfeiertag am Samstag ein Video gezeigt, in dem FN-Chefin Marine Le Pen kurz mit einem Hakenkreuz auf der Stirn zu sehen war. Deswegen will die Parteiführung des rechtsextremen Front National nun Anzeige erstatten. Man könne nicht alles akzeptieren, sagte der Vize-Präsident der Partei Florian Philippot am Sonntag. "Nur weil sie Madonna heißt, viel Geld hat und berühmt ist, heißt das nicht, dass sie machen kann, was sie will, damit die Leute über sie reden und sie eine Karriere wiederbeleben kann, die sich im freien Fall befindet. Wir werden also Klage einreichen, denn Marine Le Pen wurde in ihrer Ehre angegriffen." Der Clip hatte schon zum Auftakt von Madonnas Welttournee Ende Mai in Tel Aviv Wirbel ausgelöst.

Grundsätzlich hätte er aber nichts gegen Provokation. "Wenn sie will, dass die Leute über sie reden, soll sie zur ihren Grundideen zurückkehren, Unterhöschen werfen oder ihre üblichen Provokationen machen. Warum nicht, wenn sie so ein Publikum erreicht? Aber von einer Sängerin erwarte ich, dass sie singt, und von einem Politiker, dass er Politik macht. Beides zu vermischen, funktioniert nicht. Madonna ist jetzt nicht sehr kühn mit so etwas. Es ist nicht die Affäre des Jahrhunderts. Aber wir müssen eben die Ehre unserer Millionen Wähler verteidigen." Madonna wird während ihrer Welttournee noch einmal in Frankreich auftreten, und zwar Ende August in Nizza.

Video: Rechtsextreme wollen Madonna anzeigen

(AFP, rtr)

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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