Viel Schrott, aber keine Opfer : Güterzüge zermalmen Linienbus

20.12.2012 08:41 Uhr
Das Bild zeigt, wie viel Kraft auf den Bus eingewirkt hat, als er zwischen zwei Güterzügen eingeklemmt wurde. Wie durch ein Wunder wurde dabei niemand verletzt. Foto: dpa
Das Bild zeigt, wie viel Kraft auf den Bus eingewirkt hat, als er zwischen zwei Güterzügen eingeklemmt wurde. Wie durch ein Wunder wurde dabei niemand verletzt. - Foto: dpa

Ein Unfall in Düsseldorf endet glücklich: Zwei Güterzüge zerfetzen einen Linienbus. Eine Lok entgleist und walzt ein Gartenhaus nieder. Doch wie durch ein Wunder wird niemand verletzt.

Der Bus ist wie ein Blatt Papier zerschreddert. Das Führerhaus liegt abgetrennt am Bahndammrand. Den Schienen entlang weiter hinten erkennt man das Mittelteil. Zwischen den Waggons steckt ein riesiges Metallknäuel, es könnte einmal das Dach oder Heck des Gelenkbusses gewesen sein. An einem Bahnübergang in Düsseldorf hat sich am Mittwochabend ein spektakulärer Unfall ereignet. Ernsthaft verletzt wurde - wie durch ein Wunder - niemand.
Der Busfahrer des völlig zerstörten Linienbusses hatte geistesgegenwärtig reagiert. Sein Bus war durch einen technischen Defekt auf dem Bahnübergang liegengeblieben, wie die Polizei berichtete. Schnell habe er sich und drei Fahrgäste in Sicherheit gebracht.

Zu diesem Zeitpunkt näherten sich dem Bahnübergang bereits zwei entgegenkommende Güterzüge, die den leeren Gelenkbus förmlich in die Zange nahmen. Bei dem mächtigen Aufprall wurde der Bus in mindestens drei große Teile zerrissen.
Aber das war noch nicht alles: Die Loks der Güterzüge und einige Waggons entgleisten. Eine Lok rutschte einen Hang herunter und zerstörte ein Gartenhaus. Die Rettungskräfte konnten einen der Lokführer erst befreien, nachdem der Strom in den heruntergerissen Oberleitungen abgeschaltet war. Das eingestürzte Gartenhaus suchten die Feuerwehrleute mit einer Wärmebildkamera und Endoskopkamera nach möglichen Opfern ab. Es war aber nicht bewohnt.
Die Erleichterung bei allen Rettungskräften und herbeigeeilten Fachleuten war umso größer. „Gott sei Dank, dass es keine Opfer gegeben hat“, sagte einer der vielen Helfer an der Unfallstelle.
Andere sprachen von großem Glück im Unglück.
Auch die Ladung eines der beiden Güterzüge barg Brisanz: In Kesselwagen befahnden sich Gefahrgüter, die aber nicht austraten.
„Alle Kessel sind dicht“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Der Unfallort blieb auch in der Nacht noch mit großen Scheinwerfern taghell erleuchtet. Die Helfer hatten noch viel Arbeit vor sich. (dpa)

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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