Vielfacher Kindersegen : Vater von 37 Kindern will sich sterilisieren lassen

Ein nur 44-jähriger Vater von 37 Kindern hat in Argentinien um Erlaubnis gebeten, sich sterilisieren zu lassen. Als sein jüngster Sohn mit einer Hasenscharte auf die Welt gekommen sei, habe er sich gesagt, "es reicht".

Buenos Aires - Sechs seiner Kinder seien zudem inzwischen gestorben, sagte Cleto Ruiz Diaz laut örtlichen Presseberichten. "Ich möchte keine weiteren Kinder mehr, denn auch sie leiden, und ich möchte mich besser um sie kümmern können", klagte Ruiz Diaz. Der Gelegenheitsarbeiter lebt in der nördlichen Provinz Corrientes, die zu den ärmsten Regionen des Landes gehört. Die Sterilisation ist dort bislang verboten.

Cleto Ruiz Diaz ist seit dem neunten Lebensjahr geschlechtsreif. 14 Jahre lang lebte er in dem Ort Santa Lucia mit drei Frauen gleichzeitig unter einem Dach, mit denen er unablässig Kinder zeugte. Eine seiner Ex-Freundinnen, die 32-jährige Yolanda, zog nach eigenen Angaben aus dem gemeinsamen Haus aus, weil sie sich schlecht behandelt fühlte. Sie lebt mit den elf Kindern, die sie von Ruiz Diaz hat, aber immer noch in der Nachbarschaft. Mit seiner jetzigen Freundin Isabel hat der Argentinier sieben gemeinsame Kinder, ein weiteres von ihr hat er adoptiert.

Er könne sich nicht an die Namen aller seiner Kinder erinnern, geschweige denn an ihre Geburtstage, gestand Ruiz Diaz. Kondome habe er nie benutzt, weil er das Geld für seine große Familie brauche. Umgerechnet rund 1,50 Euro am Tag verdient er nach eigenen Angaben mit Malerarbeiten. Da sei es schwierig, "täglich so viele hungrige Mäuler zu stopfen". Von seinen Auftraggebern bekomme er manchmal Kleidung für seine Kinder, staatliche Hilfen habe er nie erhalten, beklagte der Vielfach-Vater.

Der Fall des 44-Jährigen wurde landesweit bekannt, weil der Senat derzeit über ein Gesetz berät, das die Sterilisation in ganz Argentinien zulassen würde. Derzeit müsste Ruiz Diaz für den Eingriff in die entlegene südliche Provinz Patagonien reisen, denn nur dort ist er bislang erlaubt. (tso/AFP)

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