Welt : Vier Tote bei Flugzeugabsturz nahe Augsburg

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Beim Anflug auf den Augsburger Flughafen ist am Mittwochabend ein zweimotoriges Geschäftsreiseflugzeug abgestürzt, die vier Insassen kamen ums Leben. Über die Ursache des Unglücks gibt es bisher keine Anhaltspunkte, teilte die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung mit. Der 52-jährige Pilot aus Offingen hatte zuvor keine Probleme gemeldet und auch keinen Notruf abgesetzt.

Das Turbopropflugzeug war am Morgen von Augsburg nach Zagreb gestartet und befand sich auf dem Rückflug. An Bord waren neben dem Piloten, der auch Eigentümer der Beech 95 war, drei Passagiere aus Neu-Ulm, Deislingen (Baden-Württemberg) und dem Hamburger Raum. Plötzlich verschwand die Maschine von den Radarschirmen der Münchner Fluglotsen. Kurz darauf alarmierten Anwohner, die einen Krach gehört und daraufhin das Wrack entdeckt hatten, Polizei und Feuerwehr. Der Unfallort bei Aichach liegt rund zwölf Kilometer vom Flugplatz entfernt. Hier kurven die Maschinen normalerweise in etwa 1000 Metern Höhe auf den Leitstrahl des Instrumentenlandesystems ein.

Die Beech stürzte gegen 19.40 Uhr am Ortsrand von Oberschneitbach unmittelbar neben einem Wohnhaus ab. Die Maschine bohrte sich mit der Nase voran in eine Wiese. Obwohl das Flugzeug völlig zertrümmert wurde, gab es keinen Brand. Das könnte bedeuten, dass der Treibstoff ausgegangen war. Erst am 25. Januar war wenige Kilometer entfernt eine aus England kommende, zweimotorige Piper ebenfalls im Anflug auf Augsburg in hügligem Gelände in einen Wald gestürzt. Auch damals kamen vier Insassen ums Leben. Der Abschlussbericht zur Unfallursache soll demnächst veröffentlicht werden. Erst am Sonnabend war eine aus Berlin kommende Linienmaschine der Crossair beim Landeanflug auf Zürich abgestürzt, 24 Passagiere und Besatzungsmitglieder kamen ums Leben, die Unglücksursache ist noch nicht geklärt.

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