Welt : Vier Tote bei Unfall an Bahnübergang

Hohnhorst - Vermutlich aus Unachtsamkeit der Autofahrerin sind beim Zusammenprall eines Pkw mit einem Zug im niedersächsischen Hohnhorst vier Mitglieder einer Familie getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte die 33-jährige Mutter am Dienstagabend das Auto trotz Rotlichts über die eingleisige Nahverkehrsstrecke lenken wollen. Zeugen hatten sowohl die Warnleuchten als auch den herannahenden Zug gesehen. Auf dem Gleis war der Wagen auf der Beifahrerseite von einem bis zu 80 Stundenkilometer schnellen S-Bahn-Zug erfasst und aufs Dach geschleudert worden. Die 33 und 36 Jahre alten Eltern sowie zwei Jungen im Alter von vier und elf Jahren konnten nur noch tot geborgen werden. Einer zweijährigen Tochter auf der Rücksitzbank rettete vermutlich ihr Kindersitz das Leben. Der 28-jährige S-Bahn-Fahrer erlitt einen Schock.

Der ADAC ruft nach dem Unfall zu mehr Vorsicht an Bahnübergängen auf. Obwohl schon beim Fahrunterricht Vorsichtsregeln trainiert würden, sähen Autofahrer Bahnübergänge oft nicht als ernsthafte Gefahr an, sagte die Sprecherin des ADAC Niedersachsen, Christine Rettig. „Gerade an unbeschrankten Bahnübergängen entsteht das Gefühl, da kommt sowieso nichts.“ Unbeschrankte Bahnübergänge seien deshalb immer ein Risiko. Daraus lasse sich aber nicht die Forderung ableiten, alle Übergänge mit Schranken zu versehen. Die Regel sei, sich den Übergängen langsam zu nähern und an unübersichtlichen Stellen auch anzuhalten. dpa

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