Virengefahr in Südasien : Urlauber brauchen guten Mückenschutz

Düsseldorf/Wiesbaden (dpa/tmn) - Urlauber in Vietnam und Thailand
müssen derzeit besonders auf einen guten Mückenschutz achten, um sich
vor Viruserkrankungen zu schützen. So gebe es in Vietnam derzeit
aufgrund von Überschwemmungen außergewöhnlich viele Mücken - diese
könnten Erreger des Dengue-Fiebers übertragen, warnt das Centrum für
Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf. In Thailand ist außerdem erstmals
das von Mücken übertragene Chikungunya-Fieber ausgebrochen, wie der
Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) in Wiesbaden mitteilt. Eine

Impfung gegen die beiden Krankheiten gibt es den Angaben zufolge
bislang nicht.

Zum Schutz vor Mückenstichen sollten Urlauber dem CRM zufolge
möglichst helle Kleidung tragen, da sie Insekten weniger anzieht als
dunkle. Außerdem empfehle es sich, nackte Hautstellen mit einem
Mückenschutzmittel einzureiben und Schlafstätten frei von Mücken zu
halten. Der BDI empfiehlt Urlaubern außerdem, stets unter
Moskitonetzen zu schlafen.

Den Angaben zufolge sind derzeit 56 000 Menschen in Vietnam an
Dengue-Fieber erkrankt - damit liege die Zahl im Vergleich zu den
Vorjahren überdurchschnittlich hoch. In der Stadt Saigon gebe es
momentan sogar 60 Prozent mehr Erkrankte als 2007. In Thailand haben
sich nach Angaben des BDI 200 Menschen mit dem Chikungunya-Virus
infiziert, das hohes Fieber und starke Gelenkschmerzen hervorruft. In
seltenen Fällen kann eine Erkrankung sogar tödlich enden. Das Virus
kommt bislang auch in Indien, Indonesien, Malaysia und Singapur vor.
Laut dem BDI besteht die Gefahr, dass es sich bald auch auf andere
Touristenzentren in Südost-Asien ausbreitet.

(Internet: www.crm.de; www.internisten-im-netz.de)
dpa

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