Welt : Voll bis an die Kante

NAME

Hannover (dpa). Die Gefahr in den Hochwassergebieten Niedersachsens ist trotz sinkender Pegel nicht gebannt. „Wenn das nächste Tiefdruck-Gebiet kommt, haben wir Probleme. Die Flüsse sind randvoll, jeder Tropfen kann Schaden anrichten“, sagte ein Sprecher der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Niedersachsen am Sonntag. Ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes in Hamburg sagte, es würden noch kräftige Schauer über dem Norden niedergehen. „Das wird mit 5 bis 15 Millimetern pro Quadratmeter nicht mehr ganz so heftig, ist aber ein Problem, wenn wir schon an der Oberkante stehen.“ Bei den meisten Flüssen bis auf die Aller verzeichneten die Behörden stagnierende oder sinkende Pegel. In der am stärksten betroffenen Gemeinde Horneburg konnte der Katastrophen-Alarm aufgehoben werden. Einzelne kleinere Straßen im Land mussten weiterhin gesperrt bleiben, unter anderem in den Räumen Hannover, Braunschweig, Rothenburg, Stade und im Harz. Sorgen bereitet den Behörden der Anstieg der Aller vor allem im Raum Celle. Durch Regen am Sonntag schwelle auch der obere Lauf der Leine bei Northeim wieder an.

Ein dreijähriges Mädchen, das am Samstag von den Wassermassen in Hattdorf mitgerissen wurde, schwebt noch immer in Lebensgefahr. Das Kind war am Samstag beim Spielen in der Nähe des elterlichen Grundstücks abgetrieben worden. Helfer fanden die Dreijährige rund 300 Meter entfernt an einer Insel mitten im Flusslauf vor der Mündung der Sieber in die Oder. Die Eltern stehen unter Schock. In Braunschweig entkamen zwei Erwachsene und zwei Kinder knapp einem Unglück. Sie waren mit ihrem Kanu auf der Hochwasser führenden Oker gepaddelt und dabei gekentert, konnten sich jedoch retten.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben