Welt : Vor den Finnen

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Frankfurt (Main) (dpa). Beim Pisa-Schülertest hat Deutschland nicht ganz so gut abgeschnitten wie andere Länder, etwa Finnland oder Großbritannien. Aber einen Spitzenplatz haben die Jugendlichen in Deutschland doch: In kaum einem anderen Land in Europa fällt das Taschengeld im Schnitt so gut aus wie hier zu Lande.

Bei den 14- bis 17-Jährigen liegt das Taschengeld im Schnitt bei 25 Euro pro Monat, wie aus einer von Eurocard/MasterCard in Auftrag gegebenen und am Mittwoch in Frankfurt veröffentlichten Studie hervorgeht. Mehr bekommen nur die jungen Leute in Luxemburg mit 27 Euro; gleichaltrige Franzosen müssen sich dagegen mit durchschnittlich 16 Euro begnügen.

Die Studie beschäftigt sich mit dem Umwelt- und Konsumverhalten in der Europäischen Union. Befragt wurden dafür von Juni bis Oktober vergangenen Jahres rund 11 000 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren.

Der Untersuchung zufolge erhalten die meisten deutschen Jugendlichen ihr Taschengeld regelmäßig monatlich (58 Prozent). In südlichen EU-Ländern wird Taschengeld dagegen stärker nach Bedarf oder zur Belohnung von den Eltern ausbezahlt. EU-weit bezieht nur knapp jeder Dritte Jugendliche regelmäßig monatlich Taschengeld.

Während 1996 einer Vergleichsstudie zufolge das Geld in erster Linie gespart wurde, wird es inzwischen eher bei Einkäufen ausgegeben.

Das Thema Umwelt hat laut Studie bei den Jugendlichen in Europa an Bedeutung verloren. 1996 hatten 36 Prozent der Befragten die Umwelt noch als sehr wichtiges Thema betrachtet, 2001 nur noch 26 Prozent.

In den südlichen EU-Staaten ist die Angst vor Umweltzerstörung deutlich größer als im Norden; Mädchen reagieren sensibler auf Umweltthemen als Jungen.

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