Vor Papstbesuch : Anschlag am Rande des Weltjugendtags in Madrid vereitelt

Die Polizei hat ein Massaker verhindert, das ein mexikanischer Student an Gegendemonstranten des Weltjugendtages verüben wollte.

Wo der Heilige Stuhl ist, ist auch Protest. "Der Papst gibt Somalia 50000 Euro und spendet 50 Millionen hier", steht auf dem Schild des Mannes. "Hat Jesus von Steuern gelebt?", steht auf seiner Brust.
Wo der Heilige Stuhl ist, ist auch Protest. "Der Papst gibt Somalia 50000 Euro und spendet 50 Millionen hier", steht auf dem...Foto: Reuters

Die spanische Polizei hat nach eigenen Angaben einen Anschlag auf eine Gegendemonstration am Rande des katholischen Weltjugendtags in Madrid vereitelt. Ein aus Mexiko stammender Chemiestudent habe den Anschlag mit Gasen und anderen chemischen Substanzen verüben wollen, teilten die Ermittler am Dienstag mit. Der 24-Jährige wurde festgenommen.

Der geplante Anschlag sei gegen eine Demonstration gerichtet gewesen, zu der 140 Organisationen für den Vorabend der Ankunft von Papst Benedikt XVI. aufgerufen hatten. Der Papst wird am Donnerstag in Madrid erwartet. Die Veranstalter der Kundgebung wollen dagegen protestieren, dass für die Visite des Pontifex nach ihrer Ansicht Steuergelder ausgegeben werden. Die Kirche bestreitet dies und betont, dass der Weltjugendtag sich selbst finanziere.

Der Weltjugendtag ist unterdessen mit einem Gottesdienst vor Zehntausenden von jungen Katholiken eröffnet worden. Zu dem sechstägigen Glaubensfest hatte Papst Benedikt XVI. in die spanische Hauptstadt geladen. In Madrid werden insgesamt mehr als eine Million Teilnehmer erwartet, darunter 20 000 aus Deutschland. (dpa, AFP)

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