• Vorarlberg in Österreich: Schüsse auf Konzertgelände: Drei Tote und elf Verletzte
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Vorarlberg in Österreich : Schüsse auf Konzertgelände: Drei Tote und elf Verletzte

In Nenzing feuerte ein 27-Jähriger bei einem Konzert in die Menge. Er erschoss zwei Menschen und tötete sich dann selbst. Der Mann hatte Verbindungen zur rechtsextremen Szene.

In Nenzing in Vorarlberg erschoss ein 27-Jähriger zwei Menschen und sich selbst. Elf Menschen wurden verletzt.
In Nenzing in Vorarlberg erschoss ein 27-Jähriger zwei Menschen und sich selbst. Elf Menschen wurden verletzt.Foto: AFP

Nach dem tödlichen Amoklauf bei einem Dorffest in Österreich sind Einzelheiten über die rechtsextreme Vergangenheit des Täters bekannt geworden. Der Mann, am Sonntag zwei Menschen erschoss und zwölf weitere verletzte, bevor er sich selbst tötete, gehörte nach Polizeiangaben bis 2013 zum Neonazi-Netzwerk "Blood and honour". Ermittlungen hätten ergeben, dass der 27-Jährige auch danach noch der rechtsextremen Szene nahestand, teilte die Polizei am Montag mit.

Die Schüsse feuerte er demnach aus einem serbischen Nachbau eines Kalaschnikow-Gewehr ab, wie die Ermittler bei einer Pressekonferenz im Voralberger Bregenz mitteilten. In seinem Auto sei ein baugleiches Exemplar gefunden worden.

Der Polizei zufolge wurde der aus Vorarlberg stammende Mann zwischen 2005 und 2010 acht Mal rechtskräftig vorbestraft, unter anderem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. In der Nacht zum Sonntag stritt er sich bei einem Dorffest in Nenzing mit seiner Lebenspartnerin, holte die Zastava M92 aus seinem Auto und schoss wahllos in die Menge.

Ein 48-jähriger und ein 33-jähriger Mann wurden bei der Musikveranstaltung getötet, ein weiterer Mann befand sich am Montag noch in einem lebensbedrohlichen Zustand. Zur Tatzeit hielten sich rund 150 Besucher auf dem von einem Motorradclub veranstalteten Fest auf.

Der Täter hatte sich in der Nacht zu Sonntag in Nenzing in Vorarlberg mit seiner Freundin gestritten.

Nach dem Streit holte er gegen drei Uhr die Waffe aus seinem Auto und schoss wahllos auf die rund 150 Besucher des von einem Motorradclub veranstalteten Konzerts. Die Freundin blieb dabei unverletzt. Wie die Polizei weiter berichtete, handelt es sich bei der Tatwaffe um eine „Langwaffe“. Der Täter war nach den Schüssen zu dem benachbarten Parkplatz zurückgegangen.

An dessen Ende erschoss er sich. Der Mann stammt nach Polizeiangaben aus der Region.

Wie „Vorarlberg Online“ berichtete, flüchteten mehrere Besucher in die umliegenden Wälder und auf die Autobahn. Die Polizei suchte das Gelände ab, zeitweise mussten Autobahnabschnitte und Waldwege gesperrt werden. Konzertbesucher, die unter Schock standen, wurden von Kriseninterventionsteams betreut. Ein Hubschrauber kreiste zeitweise über dem Gelände. Zahlreiche Rettungs- und Notarztwagen waren im Einsatz.  Das Konzert auf dem Gelände des Motorradclubs wird nach Angaben der Polizei jährlich veranstaltet.
(AFP)

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