Welt : Vorläufige Ruhe

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Hamburg (dpa). Nach den Rekord-Niederschlägen der vergangenen Tage ist die Situation in den Hochwassergebieten in Niedersachsen weiter angespannt. Trotz leicht sinkender Pegel waren am Samstag hunderte Helfer ununterbrochen im Einsatz. Zahlreiche Häuser und Keller standen unter Wasser, einige Land- und Kreisstraßen waren zum Teil unpassierbar. Betroffen waren vor allem der Norden und Osten des Landes. Auch in Hannover blieben nach Polizeiangaben einige Straßen gesperrt. Für den Sonntag wurden für den Norden neue Regenfälle vorausgesagt.

Am kritischsten blieb die Lage in Horneburg, wo viele Einwohner mit Booten unterwegs waren. Dort hielten die Behörden an der Katastrophenwarnung fest. Der Deich der Aue war am Freitagabend auf einer Länge von rund 100 Metern gebrochen. Etwa 800 Helfer hatten mehr als 100 000 Sandsäcke gefüllt und eingesetzt. Erleichterung brachte die Öffnung eines Sperrwerks. So könnten die steigenden Wassermassen in unbewohntes Gebiet ablaufen, sagte eine Sprecherin des Krisenstabs in Stade. Grund für eine Entwarnung sahen die Betroffenen nicht: Für Sonntag kündigte der Wetterdienst im Norden erneute Regenfälle mit Niederschlägen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter an. „Da kann man davon ausgehen, dass sich die Lage wieder verschärft“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Hannover. „Aber es wird nicht so dramatisch wie am Freitag werden.“ Überwiegend stagnierten die Wasserpegel.

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