Vorstellung Lancia Flavia Cabrio : Dolce Vita made in USA

06.07.2012 16:24 Uhrvon
  • La Dolce Vita - Das schöne Leben hat nun auch Lancia wieder im Angebot. Mit dem Flavia kommt erstmals seit den siebziger Jahren wieder ein Cabrio der Marke auf den Markt. Foto: Lancia
    La Dolce Vita - Das schöne Leben hat nun auch Lancia wieder im Angebot. Mit dem Flavia kommt erstmals seit den siebziger Jahren wieder ein Cabrio der Marke auf den Markt. - Foto: Lancia
  • Der Flavia tritt das Erbe des Chrysler Sebring an. In den USA wird das Auto auch noch als Chrysler verkauft. In Europa ist das Auto nur als Lancia erhältlich. Foto: Lancia
    Der Flavia tritt das Erbe des Chrysler Sebring an. In den USA wird das Auto auch noch als Chrysler verkauft. In Europa ist das Auto nur als Lancia erhältlich. - Foto: Lancia
  • Der US-Boy unter italienischer Flagge ist als vollwertiger Viersitzer ausgelegt. Und tatsächlich finden auch Erwachsene auf der zweisitzigen Rückbank ihren Platz. Nur bei geschlossenem Dach wird es mit der Kopffreiheit etwas eng. Foto: Lancia
    Der US-Boy unter italienischer Flagge ist als vollwertiger Viersitzer ausgelegt. Und tatsächlich finden auch Erwachsene auf der zweisitzigen Rückbank ihren Platz. Nur bei... - Foto: Lancia

Lancia legt kräftig zu,. was die Modellpalette angeht. Die jüngste Neuverpflichtung ist das Flavia Cabrio. Der Italo-Amerikaner ist ein echter Cruiser. Sehr gemütlich, aber durchaus großzügig. Nicht nur Innern, sondern auch was die Ausstattung angeht.

Was war der Blick auf die Modellpalette von Lancia bis vor ein paar Jahren noch für eine triste Aussicht? Da war der Ypsilon, das Brot-und-Butter-Auto der traditionsreichen italienischen Marke. Nicht unbedingt schön, aber er verdiente das Gros des Umsatzes und lockte vor allem oft die Kunden überhaupt erst mal ins Autohaus. Dann der einstige Thesis. Ein Auto, das, nun ja, irgendwie vielleicht als Geschmackssache durchging. Oder das Modell Musa, ein hochbeiniger Mini-Van mit Qualitäten, die aber auch nicht unbedingt in der Optik liegen.

Die Wende begann mit der Neuauflage des Delta im Jahr 2008. Endlich wieder ein gefälliges Design, dass auch Kunden ohne einschlägigem Studium zugänglich war. Endlich wieder ein Auto, mit dem sich Fans der Marke - ja, die gibt es durchaus - identifizieren konnten, ohne ständig auf das eigenwillige Exterieur ihres Autos angesprochen zu werden.

Einen regelrechten Entwicklungsschub hat die Marke aber mit der Integration von Chrysler in das Fiat-Imperium bekommen. Chrysler verschwand vom europäischen Markt und die Modelle werden seitdem durch Lancia vertrieben. Durch die US-Importe kann die italienische Marke heute auf eine verhältnismäßig breite Produktpalette blicken, die sogar den ein oder anderen Hingucker zu bieten hat. Der Thema, die Neuauflage des Chrysler 300C zum Beispiel, ist ein würdiges Aushängeschild. Durch den Voyager gibt es plötzlich sogar einen großen Van im Angebot. Und nun folgt mit dem Flavia noch ein Cabrio. Bei den wenigen spezialisierten Autohäusern von Lancia in Deutschland dürfte bald so etwas wie Platzangst aufkommen.

Exklusivität ist Trumpf

Natürlich bleibt offen, ob die überschaubare Zahl der treuen Chrysler-Kunden hierzulande wirklich glücklich damit ist, künftig von US-Kult auf Italo-Charme umzusteigen. Das dürfte einigen nicht schmecken. Aber die Zeit heilt viele Wunden und den Kunden ging es ohnehin meist um die Exklusivität der Modelle. Zumindest in diesem Punkt dürfte sich nichts ändern, denn in einer durchschnittlichen Kleinstadt werden sich wohl auch künftig kaum mehr als eine Handvoll Lancias auf der Straße finden lassen.

Nun wird aus dem Chrysler Sebring im Zuge der Neuauflage in Europa das Lancia Flavia Cabrio. Dabei haben die Amerikaner, denn dort wird immer noch entwickelt und gebaut, vor allem an den äußeren und inneren Werten gearbeitet. Der Auftritt des Italo-Amerikaners ist deutlich geschmeidiger geworden, die Linien gefälliger und die Front glatter. Damit hat das Auto zwar einerseits einen Teil seines eigenwilligen Charakters verloren. Es dürfte aber auf der anderen Seite an Kompatibilität für die Masse gewonnen haben. Womit wir wieder bei der Exklusivität wären, aber das muss jeder Kunde für sich entscheiden.

Auf den hinteren Plätzen bietet das Flavia Cabrio recht viel Platz. Auch Erwachsene können auf den lederbespannten Sitzen bequem Platz nehmen. Foto: Hersteller
Auf den hinteren Plätzen bietet das Flavia Cabrio recht viel Platz. Auch Erwachsene können auf den lederbespannten Sitzen bequem Platz nehmen. - Foto: Hersteller

Das Wirken der Ingenieure wird auch im Innern erkennbar. Dort findet sich ein ansprechendes Ambiente, das zwar nicht frei von Hartplastik ist, aber in der Summe einen sehr ordentlichen Eindruck macht. Die Verarbeitung ist gegenüber dem Vorgänger deutlich besser geworden. Dazu trägt auch die schmucke Lancia-Uhr ihren kleinen Teil bei, die nun über der Mittelkonsole sitzt und eine gewisse Eleganz auszustrahlen vermag.

Wissens - Test

Service
Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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