Welt : Waldbrände in sieben Bundesstaaten verdunkeln den Himmel

Verheerende Waldbrände haben weite Teile Brasiliens ins Chaos gestürzt. In mittlerweile sieben Bundesstaaten sei der Himmel vom Rauch verdeckt, die Menschen lebten im Dunkeln, berichteten Zeitungen am Montag. In den beiden zentralen Provinzen Mato Grosso und Mato Grosso do Sul sei die Lage besonders schlimm. Dort gebe es insgesamt rund 20 000 Brandherde; seit 70 Tagen sei kein Regentropfen vom Himmel gefallen.

Im Norden Mato Grossos mussten alle wichtigen Flughäfen wegen des dichten Rauchs geschlossen werden. Feuerwehrleute versuchen, die dortigen großen Brandherde per Bus und zu Fuß zu erreichen. Auf den Straßen herrscht ein Verkehrschaos. Matto Grosso hatte bereits am vergangenen Donnerstag den Notstand ausgerufen. Matto Grosso do Sul will nach Medienberichten bald folgen. Die Zahl der Menschen, die mit Atemproblemen Kliniken aufsuchen müssen, nimmt rapide zu.

Eine ungewöhnlich intensive und lange Trockenheit begünstigt die Entstehung und Ausbreitung der Brände. In vielen Regionen liegt die Luftfeuchtigkeit seit Tagen nur zwischen zehn und 15 Prozent. Zudem hatte im August die Saison der Brandrodungen begonnen. Groß- und Kleinlandwirte setzen das Land in Brand, um Acker- und Weideland vorzubereiten, verlieren dabei aber oft die Kontrolle über das Feuer. Das Umweltministerium in Brasilia hat Brandrodungen vorerst generell verboten.

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