Welt : Waldbrände nähern sich Los Angeles Feuerwehr gelingt Eindämmung der Feuer

Los Angeles - Waldbrände haben sich am Mittwoch zunächst gefährlich nahe an mehrere Siedlungen in der Nähe von Los Angeles herangefressen. Unablässig kämpften die Feuerwehrleute gegen das Flammenmeer, um Häuser vor dem heranrückenden Feuer zu schützen. Hubschrauber warfen aus der Luft Wasserladungen über den Brand ab, der im San-Fernando-Tal 52 Quadratkilometer bedeckte. Sie hatten Erfolg – und Glück: Bei abflauenden Winden gewannen die mehr als dreitausend Feuerwehrleute in Südkalifornien schließlich die Oberhand über die schweren Buschfeuer.

Die berüchtigten Santa Ana-Winde, die das Flammenmeer nördlich von Los Angeles am Wochenende angefacht hatten, sind am Mittwoch abgeklungen. Das Übergreifen der Flammen auf weitere Häuser konnte dank des Großeinsatzes verhindert werden. Tausende Anwohner, die vor den Bränden geflüchtet waren, durften wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Doch Dutzende Familien haben durch die ersten schweren Brände der Feuersaison, die gewöhnlich im Oktober beginnt, ihr gesamtes Hab und Gut verloren. 49 Gebäude, darunter viele Wohnhäuser, brannten total aus. Eine Wohnwagensiedlung wurde vernichtet. Zwei Menschen, ein Autofahrer und ein obdachloser Mann, kamen ums Leben. Mehr als 72 Quadratkilometer Land brannten ab. Die gefürchteten Santa Ana-Winde, die warme und trockene Luft aus dem Inland mitführen, treten gewöhnlich zwischen Oktober und Februar auf. Vor einem Jahr lösten sie einen verheerenden Feuersturm aus, der mehr als 2000 Häuser und eine Fläche von rund 2600 Quadratkilometern zerstörte. Hunderttausende Anwohner mussten zeitweise ihre Häuser verlassen. „Das war nur ein Vorgeschmack auf das, was uns noch erwartet“, sagte der Klimatologe William Patzert vom Jet Propulsion Laboratory über die erste Welle der Santa Ana-Winde. dpa

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