Welt : Wann wird’s mal nicht mehr Winter?

Meteorologen tun sich mit Vorhersage schwer

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Offenbach/Hamburg - Mit etwas steigenden Temperaturen gibt es in den nächsten Tagen Tauwetter in Deutschland. Allerdings muss der Süden immer noch bangen – neue, starke Schneefälle sind nicht ausgeschlossen. Alles hängt nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) von einem herannahenden Tiefdruckgebiet aus dem Westen ab. „Wenn wir Glück haben, dann passiert nicht viel“, sagte DWD-Meteorologe Helmut Malewski am Dienstag. „Wenn sich die Wetterlage aber so entwickelt wie in der vergangenen Woche, dann versinkt Bayern im Schnee.“ Je schneller das Tief durchziehe, desto weniger Niederschläge seien zu erwarten, sagte Malewski.

An diesem Mittwoch greift nach der Vorhersage des Wetterdienstes Meteomedia von Westen her eine Warmfront mit Regen und Schneefall auf Deutschland über, zum Wochenende hin wird es aber wieder kälter. „Der Machtkampf zwischen Winter und Frühling setzt sich fort. Wann dem Winter dann endgültig die Puste ausgeht, lässt sich aber noch nicht vorhersagen“, sagte Thomas Knabl von Meteomedia.

Unterdessen führten in zahlreichen Bundesländern spiegelglatte Straßen und vielerorts dichtes Schneetreiben am Dienstag zu teilweise schweren Unfällen. In Niedersachsen geriet ein 37-Jähriger mit seinem Auto ins Schleudern und verunglückte tödlich. In Hessen kam der Fahrer eines Streufahrzeugs ums Leben. Auf der A 2 zwischen Bielefeld und Gütersloh in Nordrhein-Westfalen legte eine Unfallserie mit fast 80 Fahrzeugen den Verkehr am Montagabend stundenlang lahm. Bei insgesamt 23 Unfällen erlitten zehn Menschen Verletzungen, wie die Bezirksregierung Detmold am Dienstag mitteilte. Ein 27-Jähriger war mit einem Kastenwagen auf nasser Fahrbahn ins Schleudern geraten und mit einem Laster kollidiert. Der Lastzug eines 61- Jährigen durchbrach daraufhin die Mittelleitplanke, kippte um und blockierte die Fahrbahn in Richtung Dortmund komplett. Beide Fahrer blieben unverletzt.

Bei einem Lawinenniedergang im Berner Oberland wurde am Montag ein Skifahrer aus den USA getötet. Der Unfall ereignete sich außerhalb der markierten Piste, berichtete die Schweizer Nachrichtenagentur sda. Der 23-jährige US-Staatsbürger starb an der Ostflanke des Schilhorns bei Mürren (Kanton Bern), nachdem er die Lawine ausgelöst hatte und mehrere hundert Meter in die Tiefe mitgerissen worden war. dpa

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