Welt : Was sind eigentlich Algen?: Die ältesten Pflanzen der Welt

Paul Janositz

Max späht in sein Aquarium. Zwar schwirren die kleinen, bunten Fische flott wie immer zwischen den Pflanzen herum. Das Wasser aber sieht trüb aus. Die grünen Blätter haben einen braunen Überzug bekommen und ebenso die Steine, die den Boden bedecken. "Das sind Blaualgen", sagt seine Mutter. "Die müssen wir wegmachen."

Igitt, wie der Schlauch stinkt, mit dem das schmierige Zeug abgesaugt wird. Immer wieder muss sich Max die Nase zuhalten, bis alles gereinigt ist. Auch das Wasser wird getauscht. Max soll den Fischen nicht zu viel Futter geben, rät die Mutter: "Davon wachsen die Stinke-Algen." Zu Hause ist das Aquarium bald wieder sauber. Dafür ist jetzt der Badesee voll mit dem üblen Algenschleim. "Warum vermehren sich die Algen so stark?", fragt sich Max.

Algen sind die ältesten Pflanzen der Welt, das heißt, sie sind ziemlich zäh. Sie entstanden vor etwa drei Milliarden Jahren im Wasser und waren die ersten Lebewesen, die Blattgrün hatten, das man auch Chlorophyll nennt. Das ist eine Art kleine Fabrik, in der aus Licht und Kohlendioxid (Sprudelgas) der Sauerstoff entsteht, den wir zum Atmen brauchen. In der heißen Zeit wird der Sauerstoff im Wasser knapp, doch Algen brauchen nur ganz wenig davon, um zu wachsen - so wenig, dass andere Pflanzen nicht mithalten können. Blau- oder Rotalgen machen andere Pflanzen kaputt. Am besten ist es, wenn Fische da sind, die sie auffressen. Braun- oder Grünalgen sind dagegen harmlos. Man kann sie leicht entfernen, manchmal verschwinden sie sogar von alleine.

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