Welt : Wasser: Verbraucher-Test: Wassersprudler - Kommt selber machen billiger?

Pur galt simples Leitungswasser den wenigsten als Lebensmittel, allenfalls in Verbindung mit Kaffee, Tee oder Sirup. Das hat sich erst mit dem Aufkommen der so genannten Wassersprudler geändert. Allerdings standen die Geräte anfangs im Verdacht, nicht nur Kohlensäure, sondern auch Weichmacher und Nickel zuzusetzen. Diese Gefahr scheint gebannt. Alle Geräte, die Öko-Test im letzten Jahr einer Prüfung unterzog, waren hygienisch einwandfrei (Info: www.oekotest.de ). Die Stiftung Warentest dagegen beanstandete im Juni-Heft bei manchen Herstellern Geschmacksbeeinträchtigungen durch Ausdünstungen aus den mitgelieferten Flaschen. Trotzdem: Sechs der 14 Geräte im Test bekamen das Prädikat "gut" ( www.warentest.de ).

Ob selbst gemachter Sprudel die preiswertere Wahl ist, darüber streiten die Experten schon wieder. Warentest hat für eine Familie, die jede Woche einen Kasten Mineralwasser konsumiert, einen Jahresetat von 400 Mark errechnet. Mit dem teuersten Sprudler im Test sind inklusive Anschaffung, Kohlensäurepatronen und Wasserrechnung im ersten Jahr 280 Mark fällig. Die Brunnenbetriebe halten dagegen, schlagen vier Pfennige Flaschenreinigungskosten pro selbst gemachten Liter auf und kalkulieren, dass 20 Prozent des selbst gemachten Sprudels - weil schal geworden - weggeschüttet werden. Ihr Ergebnis: Ein Liter aus der von ihnen gekauften Flasche sei sechs Pfennige billiger als ein Liter aufgesprudeltes Trinkwasser.

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