Welt : Wasserqualität: Badegewässer werden immer sauberer

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Die Sommerurlauber in der Europäischen Union (EU) können sich auf sauberes Badewasser an fast allen Badestränden freuen. Nach einer am Montag in Brüssel vorgelegten Erhebung der Europäischen Kommission erfüllten fast 97 Prozent der 11 502 untersuchten Küsten-Badegebiete die EU-Qualitätskriterien gegenüber rund 95 Prozent bei der letzten Prüfung. Auch bei den Badeseen habe sich die Qualität verbessert. 94 Prozent der Badegebiete gegenüber zuletzt knapp über 90 Prozent genügten hier den EU-Qualitätsstandards. 1992 hätten nur rund 85 Prozent der Küsten-Badegewässer den Standards genügt, hieß es. Bei den Untersuchungen berücksichtigt die EU-Kommission den Anteil von Bakterien im Wasser - ein Indikator für eine mögliche Verschmutzung mit Fäkalien - sowie die Qualität des Wassers. Den Badestränden an den deutschen Küsten stellten die Inspektoren ein gutes Zeugnis aus. 96,8 Prozent genügten hier den Standards. Bei den Binnengewässern waren es rund 92 Prozent.

Auch in Deutschland wird die Qualität des Badewassers immer besser. Nach dem EU-Bericht erfüllten rund 97 Prozent der 411 in der Bundesrepublik untersuchten Küstengewässer die Kriterien. Das entspricht dem EU-Durchschnitt. Von den 1615 getesteten deutschen Binnengewässern befanden die Experten aber nur rund 92 Prozent als zufrieden stellend. EU-weit lag die Quote für Binnengewässer bei 94 Prozent.

Bei den Küstengewässern schnitt Belgien mit einem Wert von 100 Prozent am besten ab. Ein Kommissionsmitarbeiter verwies allerdings darauf, dass sich die belgische Küste nur über 63 Kilometer erstrecke und keine Flüsse in die Nordsee mündeten. Den schlechtesten Wert wies mit 92,2 Prozent Portugal auf. Die Strände in Spanien kamen auf gut 98 Prozent, die in Italien auf knapp 96 Prozent. Bei den Seen und Flüssen schnitten Irland und Griechenland mit jeweils 100 Prozent am besten ab. Schlusslicht war auch hier Portugal mit 69 Prozent. Eine dramatische Verschlechterung bei Binnengewässern wurde in Großbritannien festgestellt: Hier lag der Wert bei rund 82 Prozent, nach 91 Prozent 1999 und 100 Prozent 1998. Aus Frankreich lagen keine Ergebnisse vor - dort hatten die Inspektoren gestreikt.

In Deutschland haben sich die Werte seit 1992 kontinuierlich verbessert. An der Küste konnten vor neun Jahren nur 43 Prozent der Gewässer die Standards erfüllen, jetzt waren es 97 Prozent. Dasselbe gilt für Binnengewässer: Lag die Quote 1992 bei 27,5 Prozent, erreichte sie nunmehr gut 92 Prozent.

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