Welt : Wege zur Hölle

Mit zehn Weltpremieren startete der letzte „Star Wars“-Film in den USA

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San Francisco Gleich mit zehn Weltpremieren – von der West- bis zur Ostküste der USA – hat das „Star Wars“-Imperium in der Nacht zum Freitag zugeschlagen. George Lucas, Schöpfer der Sternenkriegs-Saga, feierte in San Francisco das Debüt des letzten Teils seiner Filmreihe „Episode 3 – Die Rache der Sith“.

Der Regisseur, der in einem Vorort von San Francisco lebt, schickte Carrie Fisher (Prinzessin Leia) nach Washington und Liam Neeson (Qui-Gon Jinn) nach New York. Mark Hamill (Luke Skywalker) und Jimmy Smits (Bail Organa) wurden in Hollywood von kreischenden Fans bestürmt. Wer schon eine Woche vor dem offiziellen weltweiten Kinostart am 19. Mai „Die Rache der Sith“ sehen wollte, musste teuer dafür zahlen. Bis zu 1100 Dollar legten die Fans für ihre Eintrittskarte und anschließende Partys hin. Als Count Dooku verkleidet dankte ein hartgesottener Fan Regisseur Lucas für das „perfekte Ende“. Allerdings sei er doch überrascht, wie düster der Film inszeniert wurde, und dass Anakin – wie Lucas prophezeit hatte – wirklich zur Hölle fährt, meinte der 61-jährige Kalifornier Ernie Keppler.

Der Regisseur freut sich bereits auf seine Reise nach Cannes, wo er an diesem Sonntag den Ehrenpreis der Internationalen Filmfestspiele entgegennimmt. Vor den Kritiken in Europa fürchtet sich der Regisseur nicht, im Gegenteil. „In Europa und Japan bin ich immer schon besser angekommen als in den USA. Irgendwie bin ich hier nicht so beliebt“, glaubt Lucas, der sich nur selten in Hollywood sehen lässt.

Nach mittelmäßigen Noten für Episode 1 und 2 ist die US-Fachpresse jetzt großzügiger. „Die beste Folge seit „Das Imperium schlägt zurück“, urteilte das Blatt „Variety“. „Die Sage endet so gut, dass man es sich gleich noch einmal anschauen möchte“, schwärmte der „Hollywood Reporter“.

Lucas würde bei den Filmvorführungen am liebsten wegschauen. „Vor einer Woche habe ich bei jeder Vorführung noch darüber nachgedacht, ob ich den Sound oder die Farbe verbessern kann.“ dpa

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