Weingut : Günther Jauch: Darauf ein Glas Riesling

Die „kapriziöse Königin der Reben“, der Riesling, soll es Günther Jauch angetan haben: Der Potsdamer Fernsehmoderator wird Winzer und übernimmt das Weingut von Othegraven im Dorf Kanzem an der Saar, das ausschließlich Riesling anbaut.

Sabine Schicketanz[Potsdam]
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Foto: ddpddp

Die „kapriziöse Königin der Reben“, der Riesling, soll es Günther Jauch angetan haben: Der Potsdamer Fernsehmoderator wird Winzer und übernimmt das Weingut von Othegraven im Dorf Kanzem an der Saar, das ausschließlich Riesling anbaut. Jauch sei seit Mittwochabend Mitglied im Verband Deutscher Prädikatsweingüter Mosel-Saar-Ruwer (VDP), bestätigte gestern Mosel-Weinbaupräsident Rolf Haxel. Bei der Mitgliederversammlung habe die Noch-Eigentümerin des Weinguts, die 71-jährige Heidi Kegel, den Besitzerwechsel noch für dieses Jahr angekündigt. Jauch bat gestern auf Anfrage um Verständnis, dass er sich nicht öffentlich dazu äußern wolle.

Um VDP-Mitglied zu werden, habe Jauch am Mittwochabend persönlich anwesend sein müssen, sagte Weinbaupräsident Haxel. Es gebe beim Prädikatsweingüter-Verband nur eine persönliche Mitgliedschaft, für die spezielle Kriterien erfüllt werden müssten. Dies gelte selbstverständlich auch für Jauch, der bekanntlich ein Weinliebhaber sei, sagte Haxer. Es sei nicht selbstverständlich, dass ein Laie ein Weingut übernehmen könne: Zunächst würden die Winzer gefragt, ob sie die Flächen brauchen.

Wer Jauchs Engagement für das Potsdamer Welterbe kennt, wird sich über den Kauf des Weinguts von Othegraven kaum wundern: Das Gut mit heute 12,5 Hektar Fläche soll seit dem 16. Jahrhundert existieren, das weiße Gutshaus und sein romantischer Park seien als Ensemble denkmalgeschützt. Zu der Familie des Weinguts soll Jauch eine familiäre Bindung haben: Seine Großmutter war Elsa von Othegraven. Dass Jauch wegen des Weinguts von Potsdam nach Kanzem zieht, glaubt Haxen nicht – um das Gut könnten sich Verwalter und Kellermeister kümmern.

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