Welt : Welle der Erkältung

Der Temperatursturz füllte die Wartezimmer

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Berlin Der Winter lässt Deutschland nicht los. Husten, Halsschmerzen, Schnupfen – die lästigen Begleiterscheinungen der kalten Jahreszeit kehren mit den kühlen Temperaturen wieder. Der Temperatursturz in der vergangenen Woche hat eine neue Erkältungswelle mit sich gebracht. „Temperaturschwankungen von etwa zehn Grad füllen regelmäßig die Wartezimmer“, stellt der Berliner Allgemeinarzt Thomas Georgi fest. Er schätzt, dass die Zahl der Erkältungen in den vergangenen Tagen um 20 bis 25 Prozent zugenommen hat. Das Problem: Viele Menschen reagieren zu langsam auf das kalte Wetter. „Die Leute hoffen darauf, dass sich die Sonne wieder durchsetzt“, erklärt Georgi. „Deshalb kleiden sich viele zu leicht.“

Nach Angaben des Arztes sind die Infektionen zurzeit an sich nicht besonders hartnäckig und auch nicht lang anhaltend. Es kann aber vorkommen, dass Menschen sich mehrfach anstecken – und das verlängert die Krankheit. Besonders leicht passiert das Eltern, denn ihre Kinder stecken sich in Kindergärten, Schulen und Horten am leichtesten an. Anstecken kann sich aber jeder, der unterwegs ist: in der U-Bahn, im Büro, beim Konzert, im Stadion.

Gegen Mehrfachinfektionen ist wenig zu machen. Während man sich gegen die klassische Grippe – die Influenza – impfen lassen kann, gibt es einen solchen Schutz gegen Erkältungen nicht. Immunisierung ist nicht möglich, da eine ganze Gruppe von Viren als Erreger auftreten kann. Diese sind leicht wandelbar, verändern sich immer wieder. Wer die erste Erkältung hinter sich hat, kann sich also schnell wieder mit einem neuen – und anderen – Erreger anstecken.

Ein ewiger Kreislauf aus Wintergrippe, Sommergrippe und Erkältungen? Nein. Die Grippesaison ist vorbei, und wenn die Temperaturen wieder stabiler sind, werden sich auch weniger Menschen erkälten. Die Aussichten sind gut: Die Meteorologen versprechen für das Wochenende schon wieder Frühling.

Vorbeugen ist aber immer möglich. Der Mediziner Georgi empfiehlt vor allem die klassischen Hausmittel: Viel heißer Tee, Vitamin C, Zink. Und vor allem: angemessene Kleidung.oel

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