Welt-Ozean-Konferenz : Aktionsplan für Korallendreieck beschlossen

Die sechs Anrainerstaaten des sogenannten Korallendreiecks - einem ökologisch bedeutenden Seegebiet in Südostasien - haben einen umfangreichen Meeresschutz vereinbart.

ManadoDie Staats- und Regierungschefs unterzeichneten am Freitag bei der 1. Welt-Ozean-Konferenz in Manado in Indonesien einen gemeinsamen Aktionsplan. Er soll helfen, die Meeresverschmutzung zu reduzieren und zerstörerische Fischfangmethoden zu unterbinden. Außerdem sollen Schutzzonen eingerichtet werden, damit sich der durch Überfischung empfindlich dezimierte Fischbestand erholen kann.

Die Region zwischen den Philippinen, Malaysia, Indonesien, Papua-Neuguinea, Osttimor und den Salomonen-Inseln ist die artenreichste Ozeanregion der Welt mit mehr als der Hälfte aller Korallen- und mindestens 3000 Fischarten wie junge Thunfische und Barsche, die später aus den Weltmeerengefischt werden und auch in Deutschland auf den Tisch kommen. Über 100 Millionen Menschen leben von den Ressourcen, die das Meer hier bietet. Das Gebiet ist 5,4 Millionen Quadratkilometer groß, das ist 15 Mal so groß wie Deutschland. Mindestens 20 Prozent der Fläche wollen die Anrainerstaaten in Schutzzonen verwandeln.

Bereits gestern verabschiedeten die Teilnehmer aus mehr als 80 Ländern eine Deklaration, in der sie sich zum Meeresschutz verpflichteten. Sie forderten die Weltgemeinschaft auf, den Schutz der Küstengebiete und Ozeane bei den Weltklimaverhandlungen im Dezember in Kopenhagen zu berücksichtigen. Dem internationalen Fonds für Anpassungen an den Klimawandel sollten konkrete Meeresschutzprojekte zur Finanzierung vorgeschlagen werden.

An der Konferenz hatten seit Montag 5000 Klimaforscher, Ozeanexperten sowie Regierungsvertreter und Umweltschützer teilgenommen. (sp/dpa)

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