WELTBEVÖLKERUNG : Noch mehr Menschen auf der Erde

Auf der Erde werden sich laut Vereinten Nationen in Zukunft mehr Menschen drängen, als bislang angenommen. Leben im Jahr 2011 rund sieben Milliarden Menschen auf dem Planeten, sollen es zur Mitte des Jahrhunderts bereits 9,3 Milliarden sein. Damit korrigiert die Uno ihre letzte Prognose für 2050 um rund 200 Millionen Menschen nach oben. Im Jahr 2100 beanspruchen dann 10,1 Milliarden Männer, Frauen und Kinder ihren Platz auf dem Planeten. Bei der Prognose handelt es sich um die mittlere Variante: Ausgehend davon, dass die Kinderzahl pro Frau von heute 2,5 bis zum Jahr 2100 auf zwei sinkt.

Ausgerechnet die Staaten sind am stärksten vom Wachstum betroffen, die es sich am wenigsten leisten können. In den rund 50 ärmsten Ländern der Welt (least developed countries LDC) wird sich die Zahl der Einwohner von heute 832 Millionen auf rund 2,7 Milliarden im Jahr 2100 nahezu verdreifachen. Die meisten dieser Elendsländer, die in der Regel ihre eigene Bevölkerung nicht ausreichend mit Nahrung, Bildung und Medizin versorgen können, liegen in Afrika: etwa Somalia, Niger oder Äthiopien. Aber auch in besser entwickelten Staaten Afrikas wie Kenia geht die Zahl nur in eine Richtung: nach oben.

Unter den Kontinenten wird Afrika das höchste Wachstumstempo hinlegen: Bis 2100 dürfte sich die Einwohnerzahl von rund einer Milliarde auf knapp 3,6 Milliarden mehr als verdreifachen. Asien indes soll seinen Spitzenplatz als bevölkerungsreichster Kontinent behaupten (heute 4,2 Milliarden, 2100 rund 4,6 Milliarden). Innerhalb Asiens verschieben sich die Gewichte: Indien dürfte im Jahr 2021 den Rivalen China als das bevölkerungsreichste Land ablösen. Nur in Europa wird die Zahl schrumpfen. Heute zählen die Statistiker knapp 740 Millionen Europäer, 2100 wird der alte Kontinent nur noch 670 Millionen Menschen beherbergen. jdh.

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