Welt : Wenn Batman von Al Qaida gewesen wäre

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Nach einer Aufsehen erregenden Protestaktion auf dem Buckingham-Palast stehen Scotland Yard und die britische Regierung unter großem Druck, die Königsfamilie besser zu schützen. Denn es war kein Batman mit übermenschlichen Kräften, der am Montag binnen einer Minute auf den Balkonsims des Palastes kletterte, sondern nur ein verkleideter Anstreicher mit einer Leiter aus dem Baumarkt. Der Plan für die Aktion war erst am Samstag in einem Pub entstanden, die Umsetzung erfolgte ohne Vorbereitung.

„Und wenn das Al Qaida gewesen wäre?“, fragte die „Daily Mail“ auf der Titelseite. Dave Pyke (48), der „Batman“ Jason Hatch (33) bei der Aktion unterstützte, versichert: „Wir sind völlig untrainiert, ganz normale Typen halt, und wenn wir da reinkommen, kommt da jeder rein.“ Dabei sollte der Palast eines der am Besten gesicherten Gebäude der Welt sein. Erst vor vier Monaten hatte das Königshaus einen speziellen Sicherheitsdirektor eingestellt. Einem als Osama bin Laden verkleideten Kabarettisten war es im letzten Jahr gelungen, zur Geburtstagsparty von Prinz William vorzudringen.

Der ungebetene Besucher im Batman-Kostüm war von der Organisation „Fathers 4 Justice“. Sie protestiert dagegen, dass geschiedene oder getrennt lebende Väter ihre Kinder oft kaum noch zu sehen bekommen. „Es war leichter, auf den Balkon der Queen zu klettern als meine eigenen Kinder zu sehen“, sagte der Kletterer. dpa

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