• Wenn die Technik oder der Mensch versagt - Eine unvollständige Chronik der Bahnunfälle in Deutschland

Welt : Wenn die Technik oder der Mensch versagt - Eine unvollständige Chronik der Bahnunfälle in Deutschland

Das Zugunglück bei Brühl ist das schlimmste in Deutschland seit der Katastrophe von Eschede im Juni 1998. Hier eine Chronik der schwersten Bahnunfälle in Deutschland

18. Dezember 1954: Im Hauptbahnhof Dortmund kollidiert ein ausfahrender Nahverkehrszug mit einem einfahrenden Kinder-Sonderzug. Eine Weiche war wegen Bauarbeiten falsch gestellt. 15 Tote, 71 Verletzte.

5. Oktober 1961: Im Hamburger S-Bahnhof Berliner Tor fährt der ausfahrende Personenzug auf einen Bauzug. Der Fahrdienstleiter hatte ihn übersehen. 28 Tote, 55 Verletzte.

6. Juli 1967: An einem Bahnübergang bei Magdeburg wird ein Tanklastzug mit 15 000 Litern Benzin wegen einer nur halb geschlossenen Schranke von einem Zug erfasst und explodiert. 94 Menschen sterben.

21. Juli 1971: In Rheinweiler bei Freiburg entgleist der D 370 "Schweiz-Express" vermutlich wegen technischen Defektes in einer Kurve. 23 Tote, 142 Verletzte.

27. Oktober 1971: Auf der Strecke Wuppertal - Radevormwald stößt ein Schülersonderzug, ein Schienenbus, mit einem Nahgüterzug zusammen. Ursache ist unter anderem eine vereinfachte Signalisierung der Strecke. 46 Tote, 25 Verletzte.

8. Juni 1975: Auf der Strecke München - Lenggries stoßen zwei Eilzüge infolge Fahrdienst- und Fahrplanfehler frontal zusammen. 41 Tote, 122 Verletzte.

2. Februar 1990: Im Bahnhof Rüsselsheim stößt ein ausfahrender S-Bahn-Zug mit einem einfahrenden Zug zusammen. Ein Zugführer hatte ein Haltesignal übersehen. 17 Tote, 72 Verletzte.

12. Oktober 1991: Ein Personenzug fährt auf der Strecke Dortmund - Frankfurt in einen Bautrupp. Sechs Tote.

29. September 1994: Zwei Nahverkehrszüge stoßen bei Bad Bramstedt in Schleswig-Holstein frontal zusammen. Sechs Tote, 20 Verletzte.

3. Juni 1998: Im niedersächsischen Eschede entgleist der ICE 884 wegen eines gebrochenen Radreifens. 101 Menschen sterben.

18. Februar 1999: Am Bahnhof von Immenstadt im Allgäu prallt ein einfahrender Interregio auf einen entgleisten Intercity-Zug. Zwei Menschen sterben, 34 weitere Reisende werden verletzt.

6. Februar 2000: Vor dem Bahnhof von Brühl entgleist kurz nach Mitternacht der D-Zug 203, der sich auf dem Weg von Amsterdam nach Basel befand. Mindestens sieben Menschen sterben, Dutzende werden zum Teil schwer verletzt.

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