Welt : Wer hat Angst vor der Blamage? Jauch befragt heute wieder Prominente

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Hamburg Günther Jauchs Drei-Stunden-Ausgaben seiner Quizshow „Wer wird Millionär?“ mit Prominenten erreichen inzwischen beim Fernsehpublikum eine länderspielreife Quote: Die letzte Sendung im November sahen elf Millionen Zuschauer. Auch die Kritiker finden die abendfüllende Mischung aus Unterhaltung und Wissen überzeugend.

Die Sendung vom Mai 2004, als sich „Emma“-Herausgeberin Alice Schwarzer und Jauch verbal duellierten, wurde mit dem Medienpreis Bambi ausgezeichnet. Am heutigen Montag um 20 Uhr 15 führt der 48-Jährige zum 10. Mal Prominente auf den Frage-Thron.

Für Jauch bildet das Special den Abschluss der 15. Staffel seiner Reihe, die im Herbst 1999 begann und einen unvergleichbaren Siegeszug im deutschen Fernsehen antrat. Auch wenn die Quoten seiner Freitags- und Samstagsausgaben im Gegensatz zum Montag zuletzt etwas rückläufig waren, werde sich am Konzept und am Ausstrahlungsrhythmus von „Wer wird Millionär?“ nach Beendigung der Sommerpause nichts ändern, versichert ein Sprecher des Kölner Privatsenders. Intern war bereits über Alternativpläne wie zum Beispiel eine Doppelausgabe am Montagabend und den Wegfall am Freitag oder Samstag nachgedacht worden. Zu Gast bei Jauch sind dieses Mal Entertainerin Verona Pooth (früher Feldbusch), „Super Nanny“ Katharina Saalfrank, Schauspieler Walter Sittler, Bergsteiger Reinhold Messner und Komiker Mario Barth.

Sängerin und Schauspielerin Jeanette Biedermann musste den Aufzeichnungstermin wegen Folgeproblemen nach einer Augenoperation absagen. Auch auf ihre Hauptrolle in einem Sat.1-Film, der ab Montag gedreht werden soll, musste die 24-Jährige verzichten. Prominente, weiß Jauch, seien deutlich nervöser als ganz normale Kandidaten. Sie hätten „doch ein bisschen Angst, etwas zu verlieren und dass man sagt: ,Was, das haben Sie nicht gewusst?’“ Eine Ausnahme muss da wohl Bergsteiger Messner bilden, der vor Beginn der Aufzeichnung sagte: „Ich habe keine Angst, mich zu blamieren. Dafür bin ich zu alt.“ Probleme habe er nur mit dem Kurzzeitgedächtnis, denn die Besteigungen einiger Achttausender ohne Sauerstoffgerät hätten ihn einige Gehirnzellen gekostet. Verona Pooth hatte erwartungsgemäß Respekt vor Grammatikfragen und Naturwissenschaften. Mario Barth ging „der Stift eins zu tausend“ vor Aufregung. „Sehr gut bin ich im Fachgebiet Schlafen“, sagte er. „ Aber Sport als Wissensgebiet ist schlecht.“ Gleiches gelte für Physik, Naturwissenschaften, Politik, Erdkunde, Geographie und überhaupt die ganze Allgemeinbildung. Ihre Gewinne stiften die Prominenten wieder für einen guten Zweck . dpa

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