Welt : Wer Kinder will, kommt in die Stadt

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Berlin - Die Bevölkerung in Deutschland ist im vergangenen Jahr weiter geschrumpft. Der Abstand zwischen Geburten und Sterbefällen stieg auf 144 000, den zweithöchsten Wert seit der Wiedervereinigung (2003: 147 000). Auch in Berlin ging die Geburtenrate 2005 im Vergleich zum Vorjahr weiter zurück. Mit 28976 betrug sie 424 weniger.

Die Differenz zwischen den Geburten- und Sterbefällen (3009) fiel allerdings in der Hauptstadt relativ moderat aus. Noch geringer als in Berlin ist der Unterschied jedoch in Hamburg. Dort stehen 17374 Todesfällen 16179 Neugeborene gegenüber, also nur 1195 weniger. In Brandenburg kamen 2005 dagegen 8159 weniger Babys zur Welt als Menschen verstarben. Gabriele Dobelhammer, Demografie-Expertin an der Universität Rostock, macht vor allem die Überalterung auf dem Land für diesen Unterschied verantwortlich. „Die jungen Menschen leben eben in der Stadt und bekommen dort ihre Kinder, während die Alten auf dem Land zurückbleiben.“ bfi

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