Werbinich : 100 Jahre am selben Ort

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DIE GESCHICHTE

Das Leibniz-Gymnasium ist aus der 1850 gegründeten „Friedrich-Wilhelmstädtischen höheren Lehranstalt“ hervorgegangen und 1906 an seinen heutigen Standort in der Schleiermacherstraße in Kreuzberg gezogen. Während des Ersten Weltkrieges diente das Gebäude auch als Notquartier für eingezogene Reservisten und beherbergte Büros der Stadtverwaltung. 1938 wird die damals nur für Jungen bestimmte Einrichtung unter den Nazis 1938 in „Litzmann-Schule“ umbenannt. Der Name geht auf einen ehemaligen Schüler zurück, der sich – zweifelhafte – militärische Verdienste erworben hat: 1914 soll er „in Polen deutsche Soldaten aus russischer Umklammerung“ befreit „und sogar Gefangene und Beute“ mitgebracht haben. Ab 1943 findet kein geordneter Unterricht mehr statt, 1945 zerstören Brandbomben große Gebäudeteile. Im September 1946 wird die Einrichtung dann in „Leibniz-Schule“ umbenannt.

Heute hat die Schule rund 600 Schüler, zum Profil gehören bilingualer (deutsch-englisch) Unterricht in Geschichte sowie eine Bläserklasse.

DIE AUSSTELLUNG

Was die Arbeitsgemeinschaft „Spurensuche“ des Leibniz-Gymnasiums zusammengetragen hat, wird vom 16. Oktober bis 3. November im Landesarchiv gezeigt: Eichborndamm 115–121 (Reinickendorf), montags und freitags 9 bis 15 Uhr, dienstags bis donnerstags 9 bis 18 Uhr. Telefonische Auskünfte unter (030) 90 264 266. obs

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