Werbinich : Achenbach?

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Karstadt will tausende Mitarbeiter entlassen und fast 80 Filialen verkaufen. Was hat Christoph Achenbach damit zu tun?

Der hat das Ganze angezettelt. Achenbach ist seit ein paar Monaten der Chef bei Karstadt.

Ach so einer ist das: Ist noch ganz neu im Laden, will aber gleich alles anders machen.

Genau deswegen haben sie ihn bei Karstadt zum Chef gemacht. Die Vorgänger von Achenbach waren ziemliche Nieten und haben ein großes Chaos angerichtet. Deswegen, und weil die Leute lieber in Einkaufszentren als in Kaufhäusern einkaufen, läuft das Geschäft bei Karstadt richtig schlecht.

Warum geht keiner mehr in ein Kaufhaus?

Die Luft ist dort schlecht, und am Eingang wird man von gigantischen Gebläsen umgehauen. Um aufregender zu werden, hat Karstadt in einige Häuser Starbucks reingeholt. Das hat aber nichts genutzt. Wer geht schon auf einen Frozen Macchiato zu Karstadt?

Was will Achenbach jetzt tun, damit es Karstadt besser geht?

Karstadt gesundschrumpfen. So nennen Manager das, wenn sie Leute entlassen, einen Teil ihrer Läden verkaufen und von ihren Angestellten erwarten, dass sie für das gleiche Geld länger arbeiten.

Das lassen sich die Leute gefallen?

Natürlich nicht. Der Karstadt-Betriebsrat – das ist so etwas wie ein Klassensprecher, nur mit mehr Rechten – hat schon gesagt, dass er da nicht mitmachen wird.

Achenbach scheint ja ein richtig harter Hund zu sein, obwohl er doch ganz harmlos aussieht.

Stimmt, er sieht so aus als ob er seine Anzüge bei Karstadt kauft. Er hat auch ziemlich langweilige Hobbys: früh aufstehen und wandern gehen.

Sonst nichts?

Doch, er mag den 1.FC Köln.

Hat Achenbach vielleicht eine Vorliebe für Verlierer?

Gute Frage. Achenbach selbst ist kein Verlierertyp. Er hat einen Doktortitel!

Und wie groß wird Achenbach sein, wenn Karstadt erst geschrumpft ist?

Genauso groß wie jetzt. dro

Nicht zu verwechseln mit Wolfgang Tiefensee, Mohammed al Fayed und Gustav Aschenbach.

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