Werbinich : Anke Engelke?

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Anke Engelk e ist diese Woche aus der Sommerpause zurückgekehrt. Jetzt ist sie wieder fast jeden Abend bei Sat 1 zu sehen. Was macht sie so interessant?

Anke Engelke ist die Nachfolgerin von Harald Schmidt. Alle Leute, die bei anderen Sendern oder bei Zeitungen und Magazinen was zu sagen haben, haben jeden Abend Schmidt geguckt. In der Mittagspause haben sie sich dann miteinander über Schmidts Witze unterhalten. So gut wie niemand fand die Sendung schlecht. Und alle wollten plötzlich wie Schmidt eine „kreative Pause“ machen.

Da muss der Anfang aber hart gewesen sein für Anke Engelke.

Ja, das war er. Auch, weil viele, die Fernsehkritiken und große Artikel im Kulturteil schreiben, Schmidt-Fans sind. Sie haben an Anke Engelke gezweifelt und zum Beispiel die Frage gestellt, ob Frauen überhaupt Humor haben. Der Holländer Rudi Carrell, der ja eigentlich gar nichts zu sagen hat, hat Geld darauf gewettet, dass sie versagt. Und dann passierte es, dass Engelke anfangs sehr aufgeregt gewirkt hat und ihre Witze tatsächlich nicht besonders komisch waren.

Ist es das: Man mag Anke Engelke eigentlich gerne leiden – und kann deshalb nicht mit ansehen, wie sie vor Aufregung oder weil Gagschreiber das so wollen unlustige Witze macht? Schalten deshalb so wenige ihre Sendung ein?

Das kann sein. Jetzt ist Engelke in ein kleineres Studio umgezogen, weil viele gesagt haben: Die sieht so einsam und verloren aus. Es soll gemütlicher werden bei „Anke Late Night“.

Wie geht es jetzt weiter mit ihr?

Die Sat-1-Chefs sagen, dass sie Anke Engelke keine Frist setzen wollen. Aber sie üben Druck aus, indem sie sagen, dass die Sendung bis Ende des Jahres ein zweistellige Quote haben wird. oom

Nicht zu verwechseln mit Fritz Teufel, Birgit Fischer und Sarah Kuttner.

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